Female Misbehavior

Dokumentarfilm | BR Deutschland/USA 1983-92 | 80 Minuten

Regie: Monika Treut

Vier in New York entstandene dokumentarische Kurzfilme über Frauen, die ihre Ansichten zu Sexualität und Feminismus darlegen. Eine Frau erklärt ihre sado-masochistischen Leidenschaften ("Bondage"), eine Performance-Künstlerin beschreibt sich als pornografische Kunstfigur ("Annie"), eine Transsexuelle reflektiert ihre bevorstehende Geschlechtsumwandlung ("Max"), eine Ägyptologin diskutiert über ihre Rolle und die des Feminismus. Die optisch kargen, weitgehend vom Dialog bestimmten Filme sind als Selbstdarstellungen konzipiert, stellen sich aber hinter die sexualpolitischen Utopien, die die Porträtierten verkörpern. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
FEMALE MISBEHAVIOR
Produktionsland
BR Deutschland/USA
Produktionsjahr
1983-92
Regie
Monika Treut
Buch
Monika Treut
Kamera
Elfi Mikesch · Steve Brown · Monika Treut
Schnitt
Monika Treut · Renate Merck · Steve Brown
Darsteller
Camille Paglia · Annie Sprinkle · Max Valerio · Carol
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Frauen, die pfeifen, und Hühnern, die krähe, sollte man beizeiten die Hälse umdrehen, sagt der Volksmund und bringt zum Ausdruck, welche Anmaßung es bedeutet, als Frau aus der Rolle zu fallen, sich gar männliche Attribute zuzulegen. Unterstellt bleibt immerhin, daß dies möglich ist, und so sagt das Sprichwort auch, was heute mit dem Begriff "gender" ins allgemeine Bewußtsein rückt, daß nämlich "Mann" oder "Frau" zu sein eine gehörige Portion sozialer Performanz verlangt, in dieser Performanz sich vielleicht überhaupt erst konstituiert. Vier Frauen, die ihre Rollenüberschreitungen durchaus lustvoll in Szene setzen, sind die Heldinnen in "Female Misbehavior", einer Kompilation aus vier kurzen dokumentarischen Porträts. Seit mehr als zehn Jahren ist Monika Treut Chronistin jener amerikanischen Frauen-Szenen, die sich vor allem sexualpolitisch provokant auch am etablierten Mittelstandsfeminismus reiben. Die Stile, Moden und Heldinnen dieser Szenen hat sie in ihre Spielfilme "Die Jungfrauenmaschine" (1988) und "My father is coming" (1991) einbezogen und mit großer Selbstverständlichkeit gezeigt, was si

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