Die Brücken am Fluß

Liebesfilm | USA 1995 | 134 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Die zufällige Begegnung mit einem reisenden Fotografen wird für eine verheiratete Farmersfrau zur leidenschaftlichen Episode, die sie bis zu ihrem Tod bewahrt und verschweigt. Die vordergründig-sentimentale Story ist mit dezenter, oft kühler Intimität inszeniert worden, ohne allerdings der psychologischen Eindimensionalität der erfolgreichen Romanvorlage entgehen zu können. Ein zwiespältiger Film, der ethische Fragestellungen nur indirekt anklingen läßt. - Ab 16 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
THE BRIDGES OF MADISON COUNTY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1995
Regie
Clint Eastwood
Buch
Richard LaGravenese
Kamera
Jack N. Green
Musik
Lennie Niehaus
Schnitt
Joel Cox
Darsteller
Clint Eastwood (Robert Kincaid) · Meryl Streep (Francesca Johnson) · Annie Corley (Carolyn) · Victor Slezak (Michael) · Jim Haynde (Richard)
Länge
134 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16 möglich.
Genre
Liebesfilm | Melodram | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
"Die Brücken am Fluß" war ursprünglich ein Steven-Spielberg-Projekt. Der durch "Schindlers Liste" (fd 30 663) zu spätem künstlerischem Ruhm gelangte Erfolgsregisseur hatte stets ein Gespür für kinoattraktive Sentimentalität; es erstaunt deshalb nicht, daß er jenen Roman einer verbotenen Liebe im ländlichen Iowa des Jahres 1965 für sich entdeckte, den der einstige Wirtschaftsprofessor und heutige Hobby-Rancher Robert James Waller verfaßt hat. Als Spielberg sich entschloß, nach "Schindlers Liste" erst einmal zu pausieren, kamen Bruce Beresford und Sydney Pollack als Regisseure ins Gespräch. Lange Zeit stand nur der Hauptdarsteller fest, Clint Eastwood, den die Produzentin Lili Zanuck mit einem verführerischen Telefongespräch angelockt hatte: "Lies das Buch! Du kommst darin vor."

Der einsame, wortkarge Held zahlreicher Western und der einsame, wortkarge Fotograf Robert Kincaid - stärker als in Wallers Roman, der nicht mehr als eine raffiniert emotionalisierte Illustriertenstory ist, kommen die beiden im Film zusammen. In diesem Film, den Eastwood schließlich auch inszenierte und für den er sich Meryl Streep als

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