Ein Gespräch mit Jamie Lee Curtis

Montag, 22.10.2018

Diskussion

Mit John Carpenters „Halloween“ (1978) fing für Jamie Lee Curtis alles an: nach ersten Fernsehrollen startete ihre Schauspielkarriere mit dem Film, der mittlerweile längst ein Horrorklassiker ist, so richtig durch. Jetzt schließt sich der Kreis: In David Gordon GreensHalloween“ schlüpft Curtis noch einmal in die Rolle der „Scream Queen“ Laurie Strode. Ein Anlass, um im Interview ein Resümee ihrer Karriere zu ziehen.


Von „Halloween“ im Jahr 1978 bis „Halloween H20“ im Jahr 1998 waren es 20 Jahre, jetzt sind weitere 20 Jahre vergangen. Was hat sich in dieser Zeit verändert?

Jamie Lee Curtis: Die anderen Filme haben wirklich keine Relevanz für den neuen Film. Hier geht es nur um den ersten Teil von 1978. Was sich geändert hat, was neu ist, das ist Lauries Trauma, das nie behandelt wurde. Es ist ungeheuerlich, wie Rost, der nie abgebürstet wurde und sie noch immer bedeckt – wie Krebs, der immer weiter wächst. Das war das, was die Drehbuchautoren geschrieben hatten, und es hat mich sehr glücklich gemacht. Es geht zum einen über ein generationsübergreifendes Trauma und um Versöhnung der Generationen. Das ist wirklich eine perfekte Art und Weise, Laurie Strodes Geschichte noch einmal aufzugreifen: sie über drei Generationen von Frauen, die von derselben Person traumatisiert wurden, hinweg zu erzählen. Das fand ich sehr clever konstruiert.

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Was hat sich für Sie persönlich geändert in den letzten 40 Jahren?

Curtis: Nun, erinnern Sie sich noch, als Sie 16 waren?

Jaaa…

Curtis: Was hat sich seitdem für Sie geändert?

Ein ganzes Leben…

Curtis: Richtig. Ein ganzes Leben hat sich verändert, für mich, für Laurie Strode. Ich hatte die Chance, mich wirklich zu entwickeln, sie hatte das nicht. Ich hatte die Gelegenheit, ein Familienleben aufzubauen und kreativ zu arbeiten, ein emotionales Leben, ein geistiges Leben, ein Leben mit Reisen, Musik und Kunst, Bildung und allem, was ich tun wollte. Laurie Strode hat nichts von dem. Sie ist immer noch in Haddonfield. Sie ist immer noch traumatisiert von den Ereignissen damals. Das einzige, was sie hat, ist Selbstschutz. Das ist das eigentliche Trauma: sich jeden Tag darum

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