Ein Film über Edith Stein

„A Rose in Winter“ zeichnet ein Porträt der jüdischen Philosophin, die zum Katholizismus konvertierte und als Karmelitin von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde

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Am 7. November wurde im Rahmen der Genfer Friedenswoche (5.-9.11) ein neuer Film über die 1998 heiliggesprochene Edith Stein vorgestellt. A Rose in Winter, so der Titel, beleuchtet das Leben der jüdisch-christlichen Philosophin und Frauenrechtlerin, die 1891 als Kind einer jüdischen Familie geboren wurde, später zum Katholizismus konvertierte und in den Karmelitinnen-Orden eintrat, von der Kindheit bis zu ihrem Tod 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau. Der Film stammt von dem britischen Regisseur und Drehbuchautor Joshua Sinclair; die Kamera führte der italienische Altmeister Vittorio Storaro (u.a. Apocalypse Now“, Der letzte Kaiser“, Goya“). Die Rolle von Edith Stein verkörpert diebosnischen Schauspielerin Zana Marjanovic.

„Edith Steins Vermächtnis ist heute relevanter denn je. Durch ihre Geschichte können wir aus der Vergangenheit lernen, um Frieden für die Zukunft zu schaffen“, so die Filmemacher über die Hauptfigur. Der Film zeichnet Steins Werdegang episodisch nach, indem er im Jahr 1962 einen jungen US-Journalisten auf die Spuren von Edith Stein schickt, wobei er viele Menschen trifft, die Stein persönlich kannten. Mit deren Erzählungen entfalten sich verschiedene Stationen ihres Lebenswegs, wobei auch ihre Rolle als Frauenrechtlerin eine wichtige Rolle spielt. Bei dem als journalistische Recherche getarnten biografischer Film nimmt sich die Inszenierung allerdings einige Freiheiten, was die historischen Fakten anbelangt, zeichnet den politischen Zeitkontext aber nur relativ schematisch nach. Ein deutscher Kinostart von „A Rose in Winter“ steht noch nicht fest.

Zur Filmkritik zu „A Rose in Winter


"A Rose in Winter"
"A Rose in Winter"

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