Ava Gardner, die Flamenco-Diva Hollywoods

Dienstag, 09.04.2019

Ein Dokumentarfilm über das spanische "Exil" der Schauspielerin

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Die 1922 geborene amerikanische Schauspielerin Ava Gardner war in den 1940er und 1950er Jahren eine der "Leading Ladies" Hollywoods; groß wurde sie vor allem im Rollenfach der selbstbewusst-sinnlichen femme fatale, etwa im Film noir "Rächer der Unterwelt" (1946) von Robert Siodmak, der sie später auch in seiner Dostojewski-Adaption "Der Spieler" (1948) besetzte. Mythisch assoziiert wurde sie u.a. mit der Liebesgöttin Venus (in "Venus macht Seitensprünge", 1947) und mit der Unglück-stifenden Pandora (in "Pandora und der fliegende Holländer", 1951); außerdem spielte sie erfolgreich u.a. in "Schnee am Kilimandscharo" (1952) und "Mogambo" (1953). Nichtsdestotrotz kehrte die Diva, die damals mit Showbiz-Größe Frank Sinatra liiert war, Hollywood 1953 den Rücken, um sich für fünfzehn Jahre ins europäische Exil zu begeben - ausgerechnet ins von Franco diktarorisch regierte Spanien. Der 2016 entstandene Dokumentarfilm von Sergio G. Mondelo spannt einen Bogen von der Kindheit der Schauspielerin im ländlichen North Carolina über den ersten Vertrag der 19-Jährigen mit der MGM und ihren Aufstieg zum Weltstar bis hin zu den wilden Jahren, die sie in Spanien verbrachte.

Hier geht es zum Film in der Arte Mediathek

Foto: arte

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