Wenn Katelbach kommt

Freitag, 05.07.2019

Der zweite Spielfilm von Roman Polanski

Diskussion

Nach „Ekel“ (1965) war „Wenn Katelbach kommt...“ der zweite Langfilm von Regisseur Roman Polanski und brachte dem aufstrebenden polnischen Filmemacher prompt den „Goldenen Bären“ der Berlinale ein. Der Film erzählt von einem zurückgezogen lebenden, einander entfremdeten Ehepaar (Françoise Dorléac & Donald Pleasence), das unliebsamen Besuch erhält: Zwei geflohene Verbrecher dringen in die Einsamkeit seines nordenglischen Inselschlosses ein. Als einer der Flüchtigen stirbt, beschließt der andere (Lionel Stander), erstmal auf der Insel zu bleiben und auf das Eintreffen des mysteriösen Gangsterbosses Katelbach zu warten; das Ehepaar nimmt er sozusagen als Geiseln, tyrannisiert die Frau und ihren älteren Mann und kommandiert sie herum – bis Freunde des Paares auftauchen und sich das Blatt wendet. So entspinnt sich ein makabres Spiel um Macht und Abhängigkeit. Eine bitterböse Parabel auf die Kommunikationsstörungen der bürgerlichen Gesellschaft und ihre Disposition zur Gewalt, und eine beunruhigende Studie über das Entstehen und die Umkehrung von Herrschaftsverhältnissen.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek



Foto: © ARD/Degeto

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