M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Freitag, 02.08.2019

Fritz Langs Krimiklassiker aus dem Jahr 1931

Diskussion

Fritz Langs erster Tonfilm gehört zu den Meisterwerken des deutschen Vorkriegskinos der Weimarar Republik: Peter Lorre brilliert als psychopathischer Kindermörder, dessen Taten Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreiten und der immer wieder die Polizei narrt - doch damit auch die Unterwelt in Aufregung versetzt, die über die erhöhte Aktivität des Polizeiapparats, die sie bei der "Arbeit" stört, empört ist. Was dem Mörder, der mehr als Opfer seiner Triebe denn als durch und durch böser Schurke dargestellt wird, letztlich zum Verhängnis wird.

Verweise auf das gesellschaftliche Klima der Weimarer Republik am Vorabend des Nationalsozialismus sind augenfällig: Obrigkeit und Unterwelt erscheinen als gleichartige Organisationen, die den "Abartigen" im Namen des "gesunden Volksempfindens" gemeinsam zur Strecke bringen. Langs sarkastische Schilderungen von Menschenjagd und Massenhysterie sowie Peter Lorres geniale Interpretation des Mörders als Täter und Opfer zugleich wurden von den Nationalsozialisten später nicht ohne Grund als subversiv empfunden.

Hier geht es zum Film in der ARD Mediathek



Foto: © Universum


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