Helle Nächte

Dienstag, 01.10.2019

Beklemmende Vater-Sohn-Geschichte als Road Movie durch Nord-Norwegen

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Der verschlossene Eigenbrötler Michael (Georg Friedrich) gerät nach dem Tod seines ihm entfremdeten Vaters in eine Krise, weil er sich eingestehen muss, dass er nicht jedes Geschehen steuern kann. Um wieder mehr Kontakt zu seinem 14-jährigen Sohn Luis (Tristan Göbel) zu bekommen, der bei seiner Ex-Frau aufwächst, nimmt er ihn mit zur Beerdigung des Toten, die an dessen Wohnort in Nord-Norwegen stattfindet. Von dem Trip erhofft er sich einen Neubeginn und den Ausbruch aus dem Kreislauf endloser Wiederholungen.

Die beklemmende Vater-Sohn-Geschichte wird von Regisseur Thomas Arslan mit prägnanten, kontrastreichen Ellipsen als existenzialistisches Road Movie inszeniert. Hinter der zurückhaltend eingesetzten Symbolik offenbaren sich sehr subtil die Gefühlswelten der beiden Protagonisten, deren Bereitschaft zum gegenseitigen Kontakt mehr und mehr von destruktiven Gefühlen aufgezehrt wird.

Georg Friedrich wurde für seine schauspielerische Leistung 2017 bei der „Berlinale“ mit einem „Silbernen Bären“ geehrt.

Hier geht es zum Film in der ARD Mediathek



Foto: WDR

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