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Julie Andrews - Unvergessene Mary Poppins

Mittwoch, 03.06.2020

Doku über die britische Schauspielerin - bis 9.7. in der arte Mediathek

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Mitte der 1960er-Jahre war für die britische Schauspielerin Julie Andrews alles für ein Kinodebüt nach Maß vorbereitet, doch dann ging die Hauptrolle der Eliza Doolittle in My Fair Lady, für die Andrews zuvor am Broadway als Sensation gefeiert worden war, an Audrey Hepburn (die in dem Film noch nicht mal selbst sang). Quasi als „Trostpreis“ erhielt Julie Andrews zeitnah die Titelrolle in einem anderen Musical, einem unbeschwerten Disney-Unterhaltungsfilm über ein zauberhaftes Kindermädchen, und zog als Mary Poppins Beifall, Starruhm und den „Oscar“ an Land. Im Jahr darauf erwarb sich die Britin mit der einzigartig hellen Vier-Oktaven-Stimme endgültig ewigen Ruhm, als sie in The Sound of Musicdie Betreuerin und letztliche Stiefmutter der Kinderschar eines österreichischen Hauptmanns spielte.

Der Dokumentarfilm von Yves Riou zeichnet diese frühen Erfolge der 1935 geborenen Julie Andrews nach und zeigt den schwierigen Weg, der diesen voranging: Mit ersten Auftritten bereits als Kind während der Luftangriffe auf England und dem Aufstieg über die Music Halls. Zudem kommen berufliche Rückschläge mit Kassenflops und die Probleme durch ihre extrem belastete Stimme zur Sprache, aber auch ihre produktive und für Hollywoodverhältnisse außergewöhnlich lange Ehe mit Blake Edwards (41 Jahre bis zum Tod des Regisseurs 2010), ihr Humor und ihr soziales Engagement. Den Ausklang bilden die Sprechparts in den Originalfassungen von Filmen wie Ich - Einfach unverbesserlich oder Aquaman, in denen Julie Andrews auch heute noch gelegentlich im Kino zu erleben ist. – Ab 14.

Hier geht es zum Film in der arte Mediathek

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