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Caligari-Filmpreisträger 2020 geht auf Tournee

Mittwoch, 01.09.2021

Der mit dem „Caligari-Preis“ ausgezeichnete experimentelle Dokumentarfilm „Victoria“ ist ab 2.9.2021 in deutschen Kinos zu sehen

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Im Februar 2020 wurde der experimentelle Dokumentarfilm Victoria der belgischen Filmemacherinnen Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere mit dem „Caligari-Preis“ ausgezeichnet. Mit Corona-bedingtem Aufschub ist der Film über das Leben in der kalifornischen „Geisterstadt“ California City nun anderthalb Jahre später ab dem 2. September endlich in deutschen Kinos zu sehen.


Ab dem 2. September ist endlich der „Caligari“-Preisträgerfilm Victoria in ausgesuchten deutschen Kinos zu sehen (zur FILMDIENST-Kritik), der bei der „Berlinale“ 2020 ausgezeichnet worden war. Corona-bedingt hatte sich die traditionelle Tournee des „Caligari“-Preisträgers um ein Jahr verschoben. Das Werk der drei belgischen Regisseurinnen Sofie Benoot, Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere ist ein experimenteller Dokumentarfilm, für den das Trio über einen Zeitraum von vier Jahren in der kalifornischen „Geisterstadt“ California City drehte. Ausgangspunkt für die drei war eine Anekdote über die mitten in der Wüste ebenso gigantisch von einem Investor geplante wie in der Realität gescheiterte Großstadtvision aus den 1950er-Jahren.

Bei ihren Erkundungen vor Ort lernten die Regisseurinnen eine afroamerikanische Familie aus Los Angeles kennen, die gerade neu in die verödete Stadt gezogen war. In Zusammenarbeit mit dem Familienvater Lashay Warren fanden sie einen Zugang für ihren Film, der das US-amerikanische Pioniererbe ebenso einbezieht wie Lashay Warrens individuellen Wunsch nach einem Neuanfang und der Überwindung seiner gewalttätigen Vergangenheit.

Die „Caligari“-Jury, bestehend aus Lena Martin, Dagmar Kamlah und Thomas Klein, notierte in ihrem Votum für den Film: „Im Alltag und spontanem Erleben ansetzend, begleiten die Filmemacherinnen den jungen Vater. Es entfaltet sich ein hybrider Dokumentarfilm mit spielfilmartigen Elementen. Lashay T. Warren setzt nicht nur sein Smartphone kreativ zur Neuverortung ein, sondern tritt sprachlich in einen überraschenden Dialog mit dem absurden Ort in der Wüste. Im Beharren auf und Kommunizieren einer subjektiven Perspektive stellt VICTORIA existentielle Fragen zu Urbanität und prekären Lebensbedingungen und schöpft aus dem Nichts gegen alle Erwartungen neue Hoffnung.“

Der von den Kommunalen Kinos gemeinsam mit filmdienst.de, dem Portal für Kino und Filmkultur, gestiftete Preis würdigt einen stilistisch wie thematisch innovativen Film aus dem Programm des „Internationalen Forum des Jungen Films“ und hebt damit die besondere Bedeutung dieser „Berlinale“-Sektion für die kulturelle Kinoarbeit hervor. Die Auszeichnung ist mit 4 000 Euro dotiert, wobei die Hälfte des Betrages der Preisträger erhält, während die andere Hälfte für Werbemaßnahmen verwendet wird, um die Kinoauswertung nach dem Festival deutschlandweit zu unterstützen.


Der Film wird in folgenden Kinos (teilweilse in Anwesenheit der Regisseurinnen Liesbeth De Ceulaer und Isabelle Tollenaere) gezeigt:

2.9., 17.30 Uhr: Lichtspiele Kalk, Köln

2.9., 18.00 Uhr: fsk Kino, Berlin

2.9., 18.30 Uhr: Cinema & Kurbelkiste, Münster

2.9., 18.30 Uhr: Die Linse, Münster (mit Regisseurinnen)

2.9., 19.30 Uhr: Filmmuseum, Potsdam

2.9., 21.30 Uhr: Cinémathèque, Leipzig

3.9., 19.00 Uhr: fsk Kino, Berlin (mit Regisseurinnen)

3.9., 21.30 Uhr: Cinémathèque, Leipzig

4.9., 17.00 Uhr: Filmmuseum, Potsdam

4.9., 18.30 Uhr: Filmhaus Nürnberg (mit Regisseurinnen)

4.9., 18.00 Uhr: fsk Kino, Berlin

4.9., 19.00 Uhr: Cinémathèque, Leipzig

5.9., 19.00 Uhr: Cinémathèque, Leipzig

5.9., 19.00 Uhr: Karlstorkino, Heidelberg (mit Regisseurinnen)

5.9., 20.00 Uhr: Caligari FilmBühne, Wiesbaden (mit Regisseurinnen)

6.9., 17.00 Uhr: Lichtspiele Kalk, Köln

6.9., 20.00 Uhr: City 46, Bremen (mit Regisseurinnen)

6.9., 20.15 Uhr: Werkstattkino, München

7.9., 20.15 Uhr: Werkstattkino, München

7.9., 21.30 Uhr: Cinémathèque, Leipzig

8.9., 20.15 Uhr: Werkstattkino, München

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