© Hanno Lentz & Lupa Film (aus „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“)

Preis der deutschen Filmkritik 2021

Montag, 24.01.2022

Der Verband der deutschen Filmkritik hat seine Favoriten des Jahres 2021 bekannt gegeben

Diskussion

Der Verband der deutschen Filmkritik hat seine Favoriten des Jahres 2021 bekannt gegeben. Sieben Nominierungen entfielen auf Dominik Grafs „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“, Hoffnungen auf den Preis als bester Spielfilm können sich u.a. aber auch „Das Mädchen und die Spinne“, „Lieber Thomas“ und „The Trouble with Being Born“ machen.


Auch im verkürzten Kinojahr 2021, in dem in Deutschland erst ab Anfang Juli ein Kinobetrieb wieder möglich war, konnte gerade der deutsche Film mit vielen Höhepunkten abwarten. Das ist das Fazit des Verbands der deutschen Filmkritik, der am 24. Januar seine Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik bekannt gab. Als Favorit geht Dominik Grafs grandiose Kästner-Adaption „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ mit sieben Nominierungen ins Rennen, die auch schon bei den FILMDIENST-Kritikern hoch favorisiert war und denkbar knapp auf dem zweiten Platz der Jahresbestenliste landete.

Fünf Nominierungen gehen an das leichtgestimmte filmische Beziehungskarussell „Das Mädchen und die Spinne“ der Schweizer Regiebrüder Ramon und Silvan Zürcher, viermal wird das Drama „The Trouble with Being Born“ über ein seine Menschlichkeit suchendes Androiden-Mädchen ins Rennen geschickt. Die Regisseurin Sandra Wollner hatte 2019 bereits für ihren Hochschul-Abschlussfilm „Das unmögliche Bild“ den Hauptpreis der Kritiker gewonnen.

Komplettiert wird die Reihe der nominierten Spielfilme durch die Thomas-Brasch-Filmbiografie Lieber Thomasund „Die letzte Stadt“, den neuesten Streich von Heinz Emigholz. Als bestes Spielfilmdebüt wurden „Borga“, „Neubau“ und „Le Prince“ ausgewählt, bei den Dokumentarfilmen tritt „Herr Bachmann und seine Klasse“ u.a. gegen „Die Unbeugsamen“ an. In den Darsteller-Kategorien können sich neben dem „Fabian“-Trio Tom Schilling, Saskia Rosendahl und Albrecht Schuch (letzterer zusammen mit seiner Leistung in „Lieber Thomas“) auch Henriette Confurius und Eugene Boateng Hoffnungen machen.

Das Mädchen und die Spinne (© Beauvoir Films)
Das Mädchen und die Spinne (© Beauvoir Films)

Die sonst übliche Preisverleihung im Rahmen der „Berlinale“ fällt 2022 wie schon im Vorjahr Corona-bedingt aus. Stattdessen werden die Gewinner am 9. Februar über eine Preismitteilung verkündet. Der Ehrenpreis der Deutschen Filmkritik für die Avantgarde-Filmemacherin Dore O. wird zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr bei einer gesonderten Veranstaltung verliehen.


Die Nominierungen im Einzelnen:


Bester Spielfilm

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Dominik Graf)

Die letzte Stadt (Heinz Emigholz)

Das Mädchen und die Spinne (Ramon & Silvan Zürcher)

Lieber Thomas (Andreas Kleinert)

The Trouble with Being Born (Sandra Wollner)


Bestes Spielfilmdebüt

Borga (York-Fabian Raabe)

Neubau (Johannes Maria Schmit)

Le Prince (Lisa Bierwirth)


Bestes Drehbuch

Lisa Bierwirth (Le Prince)

Heinz Emigholz (Die letzte Stadt)

Oliver Keidel & Johannes Naber (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Roderick Warich & Sandra Wollner (The Trouble with Being Born)

Ramon & Silvan Zürcher (Das Mädchen und die Spinne)


Beste Schauspielerin

Katharina Behrens (Glück/Bliss & Räuberhände)

Henriette Confurius (Das Mädchen und die Spinne)

Canan Kir (Die Welt wird eine andere sein)

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Ursula Strauss (Le Prince)


Bester Schauspieler

Eugene Boateng (Borga)

Sam Louwyck (A Pure Place)

Passi (Le Prince)

Tom Schilling (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Albrecht Schuch (Fabian oder Der Gang vor die Hunde & Lieber Thomas)


Bester Schnitt

Hannes Bruun (The Trouble with Being Born)

Ramon Zürcher & Katharina Bhend (Das Mädchen und die Spinne)

Claudia Wolscht (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)


Beste Musik

John Gürtler & Jan Miserre (A Pure Place)

Philipp Moll (Das Mädchen und die Spinne)

Florian van Volxem & Sven Rosssenbach (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)


Beste Kamera

Johann Feindt (Lieber Thomas)

Timm Kröger (The Trouble with Being Born)

Hanno Lentz (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)


Bester Dokumentarfilm

Herr Bachmann und seine Klasse (Regie: Maria Speth)

A Black Jesus (Regie: Luca Lucchesi)

Kinder der Hoffnung (Regie: Yael Reuveny)

Die Unbeugsamen (Regie: Torsten Körner)

Zustand und Gelände (Regie: Ute Adamczewski)


Bester Kinderfilm

Die Adern der Welt (Regie: Byambasuren Davaa)

Madison - Ungebremste Girlpower (Regie: Kim Strobl)

Sommer-Rebellen (Regie: Martina Saková)


Bester Kurzfilm

Handbuch (Regie: Pavel Mozhar)
Pink Mao (Regie: Tang Han)
I Want to Return Return Return (Regie: Elsa Rosengren)


Bester Experimentalfilm

1:1 (Regie: Telemach Wiesinger)

Elle (Regie: Luise Donschen)

Renate (Regie: Ute Aurand)

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