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Im Namen meiner Tochter

Drama um einen Vater, der drei Jahrzehnte lang den vermeintlichen Mörder seiner Tochter überführen will - bis 9.7. in der ARD-Mediathek

Veröffentlicht am
10. Juni 2024
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Der Film beruht auf einer wahren Geschichte, die am 10. Juli 1982 ihren Anfang nahm. An diesem Tag erfuhr André Bamberski (Daniel Auteuil), dass seine Tochter Kalinka tot ist. Sie war 14 Jahre alt und verbrachte die Ferien bei ihrer Mutter (Marie-Josée Croze) und ihrem deutschen Stiefvater, dem Arzt Dieter Krombach (Sebastian Koch), in Lindau am Bodensee.

Die Begleitumstände ihres Todes erscheinen schon bald suspekt: Sowohl das Verhalten von Krombach als auch die Autopsie lassen viele Fragen offen. Von der Schuld Krombachs als Mörder Kalinkas überzeugt, beginnt Bamberski einen jahrzehntelangen Kampf um die Wahrheit, an dessen Ende er zu verzweifelten Mitteln greift, um den Täter seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Der Film von Vicent Garenq stellt Bamberskis 27 Jahre dauernden Kampf um Gerechtigkeit in den Mittelpunkt. Station für Station wird abgehakt. Dabei konzentrieren sich Drehbuch und Inszenierung auf die zentralen Eckdaten. Bamberski ist die Identifikationsfigur, Krombach der Antagonist. Der Justizskandal, französisch-deutsche Verstimmungen, Meinungsmache in den Medien, Seilschaften, fallen dabei weitgehend unter den Tisch. Der Regisseur will Bamberskis Figur nicht als Sympathieträger verlieren, aber trotzdem differenziert zeigen. – Ab 16.

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