Um den Kinofilm „Der Brutalist“
ist in Hollywood eine Debatte über den Einsatz von KI entbrannt, die aus den
sozialen Medien jetzt auch in die publizistische Öffentlichkeit schwappt. Die
Diskussion ist symptomatisch dafür, wie ambivalent und verunsichert die
Filmbranche auf die neuen technischen Möglichkeiten reagiert. Dabei ist „Der
Brutalist“ eher ein Beispiel dafür, wie KI sinnvoll genutzt werden kann, ohne
menschliche Kreativität zu ersetzen.
In dem Drama „Der Brutalist“ von
Brady Corbet geht es um das Spannungsverhältnis zwischen visionärer Kunst und Kapitalismus,
festgemacht an der Geschichte eines ungarischen Architekten und Holocaust-Überlebenden.
Der auf historischem VistaVision-Material gedrehte Film sorgte bei seiner
Premiere beim Filmfestival in Venedig auch durch seine Liebe zum analogen Kino
für Aufsehen. Im Umkreis der „Oscar“-Nominierungen wurden nun aber auch andere
Töne laut, die sich daran stoßen, dass Corbet auch das neuartige Hilfsmittel
Künstliche Intelligenz für sein Werk genutzt hat.