Die Menschheit hat im großen Exodus längst die Erde verlassen, doch im „Stardust Hotel“, das den verblichenen Charme eines 19.-Jahrhundert-Grandhotels hat und wie eine Raumstation im All schwebt, hält man die Erinnerung an den blauen Planeten stolz lebendig! Das Haus ist so etwas wie ein Museum für irdische Überbleibsel. Doch als die junge Nia (Vanessa Loibl) auftaucht und dem Androiden-Concierge (David Brizzi), dem knappen Rest der Belegschaft und der einzigen Stammgästin eröffnet, die Hotelerbin zu sein, beginnt eine turbulente Zeit. Nia ist bei einem fiesen Hotelkettenbesitzer schwer verschuldet; wenn er ihr gelingt, für das „Stardust Hotel“ bei der Hotelbewertungsstelle einen Stern zu ergattern, will er das Haus übernehmen und dafür die Schulden erlassen – ein Deal, den die Erbin notgedrungen annimmt. Sollte der Verkauf zustande kommen, würde das allerdings die Belegschaft ihr Zuhause kosten und den maroden Zauber des Ortes für immer zerstören – und die aufkeimende Romanze gleich mit, die sich zwischen Nia und dem Concierge Adam anbahnt.
Die deutsche Science-Fiction-Sitcom setzt statt auf Weltraumabenteuer ganz auf ihr liebevoll ausgestattetes Vintage-Setting, schrägen Humor und sympathisch-kauzige Figuren. Hier geht es nicht um Entdeckerlust und das Ausfabulieren, was in den unendlichen Weiten Alls an fremden Welten und Kreaturen warten könnte, sondern um genüssliche Erd-Nostalgie und das ganz normale zwischenmenschliche Chaos. Während der episodenübergreifende Handlungsbogen um den drohenden Verkauf des Hotels nur mäßig originell ist, punkten die einzelnen Folgen mit kuriosen Verwicklungen. - Ab 12.