1982 lernen sich zwei sizilianische Jugendliche kennen, als sie mit ihren Mopeds zusammenstoßen. Nino (Gabriele Pizzurro) besorgt Gianni (Samuele Segreto) einen Job in der Feuerwerksfirma des Vaters, die beiden werden Freunde und im Laufe des Sommers, in dem die italienische Männer-Fußballmannschaft Weltmeister wird, Geliebte. Doch als ihre konservativen Familien dahinterkommen, geraten die zwei Teenager in Lebensgefahr.
Das zurückhaltend inszenierte Coming-of-Drama vor Sommerhintergrund ist das Regiedebüt des 1969 geborenen sizilianischen Schauspielers Giuseppe Fiorello. Er bezieht sich auf ein berüchtigtes, nie aufgeklärtes Hassverbrechen in Catania Anfang der 1980er-Jahre und will vor allem von der sich entfaltenden Liebe und den gesellschaftlichen Hintergründen erzählen. Diese werden nicht verteufelt (die Familien und Freunde etwa sind in vielem liebenswert), aber als starr homophob dargestellt. So tritt neben die positiven, sensibel beobachteten Gefühle der Teenager – visuell erinnert vieles an andere Sommerfilme um queere Figuren wie „Call Me by Your Name“ oder Ozons „Sommer 85“ – eine durchgehend bedrohliche Stimmung. – Ab 16.