Paula Beer in "Undine"
Paula Beer in "Undine" (© Schramm Film/ Christian Schulz)

Christian-Petzold-Reihe bei arte

In der Mediathek von arte sind ab 10. August sechs Filme des deutschen Filmemachers zu entdecken, der sich seit den frühen 2000er-Jahren zu einer der prominentesten Stimmen des deutschen Autorenkinos entwickelt hat.

Aktualisiert am
11.08.2026 - 10:28:22
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„Kinogeschichten beginnen, wenn das Schiff untergegangen ist. Nach dem Schiffbruch beginnen die Kameras zu laufen. Denn hier fängt der Kampf ums Überleben an. Da treiben Trümmer und Überlebende auf dem Wasser, und die Menschen versuchen, eine Gruppe zu bilden. Die Aufgabe der Filmemacher ist: Wie bauen wir aus den Trümmerstücken der Katastrophe ein Rettungsfloß zusammen? In dem Moment entsteht die Geschichte“: So fasste Filmemacher Christian Petzold in einem Interview zu seinem jüngsten Film „Miroirs No. 3“ mit der Zeitschrift Monopol zusammen, was für ihn den Kern filmischen Erzählens ausmacht. Der 1960 in Hilden geborene Regisseur hat sich seit seinen Anfängen in den späten 1990er und frühen 2000er-Jahren zu einer der profiliertesten und international bekanntesten Stimmen des deutschen Gegenwartskinos entwickelt. In seinen Werken geht es immer wieder um die Fragilität von Identitäten und Lebensentwürfen, um Entfremdung und die Such- oder Fluchtbewegungen, mit denen Protagonist:innen darauf reagieren – sei das motiviert durch disruptive politisch-gesellschaftliche Rahmenbedingungen, wie etwa in seinen Filmen „Phoenix“ und „Transit“, in denen das NS-Regime den Hintergrund abgibt, oder Privates wie in „Gespenster“, in dem eine Frau der Verlust ihrer kleinen Tochter, die vor Jahren spurlos verschwand, nicht loslässt.

Bei arte wird der Filmemacher aktuell mit einer kleinen Werkschau gewürdigt: Seit dem 10. August 2026 stehen in der arte-Mediathek sechs seiner Filme sowie ein Interview mit Pezold zur Verfügung; die Auswahl reicht von „Die innere Sicherheit“ aus dem Jahr 2000, in dem sich Petzold, festgemacht an der Geschichte einer dreiköpfigen Familie, mit der Aufarbeitung der RAF-Vergangenheit befasst, bis hin zu seinem ins Berlin der Gegenwart verlegten Spiel mit der Sagengestalt „Undine“ aus dem Jahr 2019. Mit in der Auswahl sind außerdem „Gespenster“, „Yella“, „Phoenix“, und „Transit“. „Phoenix“ und „Die innere Sicherheit“ sind zudem am 26. August ab 20.15 Uhr in artes TV-Programm zu sehen.

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