Im Winter 2004 wissen die Arbeiterinnen und Arbeiter einer alten Textilfabrik im österreichischen Waldviertel noch nicht, ob ihr Betrieb noch lange bestehen wird. Als die Firma dann tatsächlich schließt, beginnt für die Mitarbeiter eine harte Zeit. In der ländlichen Gegend gibt es kaum andere Unternehmen; außer befristeten Jobs ist kaum etwas zu finden. Die Menschen müssen sich umorientieren. Weitere Wege zu einer anderen Arbeitsstelle auf sich nehmen, unbezahlten Tätigkeiten nachgehen. Für manche bleibt mehr Zeit für Hobbys, für das Engagement bei der Feuerwehr oder die Pflege der Angehörigen.
Der Dokumentarist Nikolaus Geyrhalter beobachtet über einen Zeitraum von zehn Jahren, wie die Menschen mit dem Verlust ihrer Jobs umgehen, wie sie Schicksalsschläge meistern und mit den neuen Herausforderungen zurechtkommen. In seiner einfühlsamen Langzeitstudie verstrickt er die Menschen in beiläufige Gespräche und forscht nach ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Zu erleben ist, wie der Schock auf Sicht eines Jahrzehntes verebbt, auch wenn nicht jeder mit dem Leben, das er in diesen Jahren führt, zufrieden ist. – Sehenswert ab 14.