Finanziell sitzen Justine (Sandrine Kiberlain) und ihr Mann Albin (Denis Podalydès) ziemlich auf dem Trockenen, Justines Arbeit für den Großinvestor Franck (Daniel Auteuil) ist das Einzige, was Geld einbringt. Als Franck Justine damit beauftragt, ihm einen ausgefallenen romantischen Wochenend-Urlaub zu organisieren, und sie mit reichlich Budget ausstattet, verfällt Albin auf eine Idee, um den Großteil des Urlaubsgelds selbst einstecken zu können. Franck wird eine Kreuzfahrt mit eigens gemietetem Schiff über kleine Kanäle offeriert, begleitet von Pausen mit erlesenem Essen und anderen Attraktionen. Was Franck nicht erfahren soll, ist, dass das Boot nur „geborgt“ ist und alle Besatzungsmitglieder und zwischendurch auftretenden Schleusenwärter sich aus Justines und Albins Freundesclique – in wechselnden Verkleidungen – rekurrieren. Was das Paar wiederum erst bei Francks Antritt der Reise erfährt, ist die Identität der Frau, in der sich der Unternehmer verliebt hat und mit der er das intime Wochenende verbringen will – niemand anders als Justine.
Die Komödie des französischen Regisseurs Bruno Podalydès (der als vorgeblicher Kapitän auch wieder selbst mitspielt) behauptet nie, eine realitätsnahe Darstellung von Klassenkampf sein zu wollen, auch wenn das Handgemachte, Improvisierte und Einfache gegen den hohlen Hedonismus von Francks Sphäre in Stellung gebracht wird. Podalydès geht es nach „Wow!“ einmal mehr um den Aufbau skurriler Gags und schrägen Humors, der nicht sonderlich raffiniert ist, aber durch Einfallsreichtum und die Absurdität der Situation oft ins Schwarze trifft. Den Rest besorgt die Spielfreude von Podalydès’ Stammensemble, zu dem sich Auteuil als überraschend gelungener Neuling dazugesellt. – Ab 14.