Stephan Ahrens

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In memoriam Sarah Maldoror

Die französische Filmemacherin wurde in den 1970er-Jahren mit ihren Filmen „Monangambée“ (1969) und „Sambizanga“ (1972) zur prägenden Regisseurin des neuen afrikanischen Kinos oder vielmehr eines Kinos für das neue Afrika bzw. einer schwarzen Identität. Das Bewegtbild-Medium nutzte sie nicht zuletzt als Mittel, um eingefahrene Bilder in den Köpfen herauszufordern und politisch-gesellschaftlich etwas in Bewegung zu bringen. Am 13. April ist sie an den Folgen von Covid-19 verstorben.

Von Stephan Ahrens

In memoriam Franco Zeffirelli

Shakespeare und die großen Opern des 19. Jahrhunderts waren der Stoff, aus dem die künstlerische Welt des italienischen Regisseurs Franco Zeffirelli erwuchs. Der Streit, den seine Werke oft auslösten, entzündete sich meist an der Kollision von Oper und Kino. Seine konservativen Positionen, auch als Abgeordneter für Berlusconis „Forza Italia“, sorgten ebenfalls für Aufregung. Doch 2017 widmete ihm Florenz ein Kulturzentrum, in dem sein Archiv für die Nachwelt erschlossen wird.

Von Stephan Ahrens

Eine andere Welt: Stéphane Brizé

Fast alle Filme des französischen Regisseurs Stéphane Brizé drehen sich um Figuren aus dem Arbeiter- und Angestelltenmilieu, die sich nach etwas sehnen, das in ihrem Dasein bislang keinen Platz gefunden hat. Ihre Versuche, diese Defizite zu füllen, sind in den jüngeren Werken des Filmemachers aber zunehmend zum Scheitern verurteilt. Im kantigen Gesicht seines bevorzugten Darstellers Vincent Lindon, der auch in Brizés jüngstem Film „Streik“ (jetzt im Kino) die Hauptrolle spielt, widerstreiten Illusion und Realität, Lebenswille und Lebensenttäuschung aufs Eindringlichste.

Von Stephan Ahrens

Moshé Mizrahi (5.9.1931-3.8.2018)

Der israelische Regisseur Moshé Mizrahi war ein Grenzgänger zwischen den Welten, der insbesondere weiblichen Figuren intime Momente des Innehaltens schenkte.

Ein Nachruf von Stephan Ahrens.