Der Mann, der Liberty Valance erschoß

Western | USA 1961 | 113 (Kinofassung)/122 (Neufassung TV) Minuten

Regie: John Ford

John Fords eindrucksvoller Western über den Mythos des Western: Ein Senator macht Karriere, nachdem er in einem Duell den berüchtigten Banditen Liberty Valance erschossen und damit die Willkürherrschaft der Revolverhelden in einer Kleinstadt beendet hat. Jahre später stirbt ein ehemaliger Freund, der seinerzeit mit ihm um die Gunst seiner späteren Ehefrau konkurriert hatte. Bei dieser Gelegenheit enthüllt der Senator vor Journalisten, daß nicht er, sondern der Rivale den Banditen tötete - durch einen Schuß aus dem Hinterhalt. Diese Wahrheit hat aber der Kraft des Mythos nichts mehr entgegenzusetzen. "Wenn die Legende zur Wahrheit geworden ist, druckt die Legende!", entscheidet der Redakteur - ein Verweis auf die mythologischen Qualitäten des Western als Legende von der Geburt der nordamerikanischen Zivilisation. Ford erzählt einmal mehr diese Legende, unterzieht sie aber zugleich einer kritischen Problematisierung. (1999 sendete das ZDF eine restaurierte Fassung, die durch ihre optisch brillante Qualität besticht. Zugleich wurde der Film um die gegenüber dem Original bislang fehlenden Sequenzen ergänzt, so daß sich nun noch differenzierter Fords Reflexionen - auch in Sachen "Staatsbürgerkunde" - vermitteln.) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE MAN WHO SHOT LIBERTY VALANCE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1961
Regie
John Ford
Buch
Willis Goldbeck · James Warner Bellah
Kamera
William H. Clothier
Musik
Cyril J. Mockridge · Alfred Newman
Schnitt
Otho Lovering
Darsteller
James Stewart (Ransom Stoddard) · John Wayne (Tom Doniphon) · Lee Marvin (Liberty Valance) · Vera Miles (Hallie Stoddard) · Edmond O'Brien (Dutton Peabody)
Länge
113 (Kinofassung)/122 (Neufassung TV) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Western
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