Drama | USA 1971 | 108 Minuten

Regie: Dennis Hopper

In der Wildnis der Anden wird ein Hollywood-Western gedreht. Die peruanischen Eingeborenen schauen staunend zu, ohne zu begreifen, dass die wüsten Schießereien nur gestellt sind. Nachdem die Produktion wieder abgezogen ist, spielen die Indios selbst „Filmproduktion“; sie prügeln sich dabei allerdings ganz real. Ein Stuntman, der bei ihnen geblieben ist, wird angeschossen, als er einzugreifen versucht. Ein wild verschachtelter und mit einer Vielzahl experimenteller Einfälle durchsetzter Film über den Mythos Film; zugleich eine wütende Abrechnung mit dem Hollywood-System. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE LAST MOVIE
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1971
Regie
Dennis Hopper
Buch
Stewart Stern
Kamera
Laszlo Kovacs
Musik
Kris Kristofferson · John Buck Wilkin · Chabuca Granda · Severn Darden
Schnitt
Dennis Hopper · David Berlatsky · Antranig Mahakian
Darsteller
Dennis Hopper (Kansas) · Roy Engel (Harry Anderson) · Julie Adams (Mrs. Anderson) · Stella Garcia (Maria) · Samuel Fuller (Sam)
Länge
108 Minuten
Kinostart
27.12.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion

Ein wild verschachtelter und mit einer Vielzahl experimenteller Einfälle durchsetzter Film über die Dreharbeiten eines Western in den Anden sowie die Zeit danach; eine wütende Abrechnung mit dem Hollywood-System.

Vor einigen Jahren spielte The Artist“ von Michel Hazanavicius mit einer Szene, in der die beiden Protagonisten an einem Filmset eine Kussszene für die Kamera ständig wiederholen müssen und sich dadurch näherkommen. In Dennis Hoppers mythenumrankten „The Last Movie“ (1971), der in digitaler Restaurierung jetzt wieder ins Kino kommt, gibt es eine Szene, in der Hopper in der Rolle des Stuntmans Kansas immer wieder erschossen wird und vor stumm zusehenden Peruanern zu Boden geht. Diese beiden Szenen beschreiben ganz gut, wie weit „The Last Movie“ von der üblichen Selbstreflexion der Traumfabrik entfernt liegt. Statt Liebe wartet der Tod vor der Kamera. Statt durch die künstliche Wiederholung näher an die Realität zu gelangen, entfernt man sich immer weiter von ihr. Heute wie damals ist der Film ein radikaler Fremdkörper, ein Außenseiter, ein Rebell.

Euphemistisch könnte man Ho

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