Melodram | Frankreich 1991 | 158 Minuten

Regie: Régis Wargnier

Rückblickend erzählt die Besitzerin einer Kautschuk-Plantage im Indochina der 30er Jahre von ihrer problematischen Beziehung zur Adoptivtochter und ihrem gemeinsamen Liebhaber vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen. Nach dessen Tod in einem Gefangenenlager der Kolonialherren reift die Tochter zur gefeierten "Roten Prinzessin" heran. Ein durch die Darsteller und die subtile Fotografie überzeugendes Melodram, das allerdings zu konventionell inszeniert ist, um ein differenziertes Bild einer Kolonialherrschaft vermitteln zu können. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
INDOCHINE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1991
Regie
Régis Wargnier
Buch
Erik Orsenna · Louis Gardel · Catherine Cohen · Régis Wargnier
Kamera
François Catonné
Musik
Patrick Doyle
Schnitt
Geneviève Winding
Darsteller
Catherine Deneuve (Elaine) · Vincent Perez (Jean-Baptiste) · Linh-Dan Pham (Camille) · Jean Yanne (Guy) · Dominique Blanc (Yvette)
Länge
158 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Melodram

Diskussion
Seit seiner Erfindung hat das Kino eines besonders gem getan: es hat uns an Orte entführt, fremde und exotische, oftmals längst vergangene Orte. Viele Filme heißen wie diese Orte, und die besten davon verstehen es, uns für eine Geschichte vergessen zu lassen, warum wir überhaupt gekommen sind: nach "Marocco" oder "Singapore" und natürlich nach "Casablanca". Einer der letzten dieser Filme hieß "Havanna" und war kein Erfolg - vielleicht ist die Zeit vorbei, als man sich damit begnügte, eine Reise via Kino zu erleben.

"Indochine" gehört in diese Tradition, es ist ein Melodram, eine Liebesgeschichte vor opulenter Kulisse. Aber dieser Film traut der Geschichte nicht, die er erzählt, opfert ihren Erzählfluß im endlosen Zelebrieren seiner zugegeben wunderschönen

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