Rodina heißt Heimat

Dokumentarfilm | Deutschland 1992 | 116 Minuten

Regie: Helga Reidemeister

Dokumentarfilm über den Abzug eines sowjetischen Regiments von der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze in eine ungewisse Zukunft. Er thematisiert den doppelten Verlust von Heimat, weil die Sowjetarmee ebenso zerfällt wie das sowjetische Reich, findet jedoch dafür kaum aussagekräftige Bilder. Neben unübersehbaren konzeptionellen Schwierigkeiten bleibt der Film häufig allzu unverbindlich und verdeutlicht lediglich in zwei "Fallbeispielen" die Probleme und Ängste der Menschen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1992
Regie
Helga Reidemeister
Buch
Helga Reidemeister
Kamera
Peter van den Reek · Thomas Keller · Axel Brandt
Musik
Andi Brauer
Schnitt
Ursula West
Länge
116 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Noch schnell die Gunst der Stunde nutzend, wollte Helga Reidemeister die sowjetischen Soldaten in der DDR kennenlernen. In Meiningen, an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zwischen Thüringer Wald und Rhön, hat sie zwischen Februar und August 1991 den Abzug eines sowjetischen Regiments beobachtet. Nach dem Moskauer Putschversuch im August folgte sie den Soldaten in ein Auflö-sungslager in die Ukraine, danach besuchte sie einige von ihnen an den verschiedensten Orten der ehemaligen Sowjetunion.

Vom Ende des Films (und der historischen Ereignisse) aus gesehen, hätte es um die Frage gehen können (und der Titel legt eine solche Konzeption nahe), was Heimat in Zeiten bedeutet, da die Heimat zerfällt, und was dieser Verlust für eine Armee oder einen Soldaten bedeutet, dessen Aufgabe es war, die Heimat im Gesamt der sozialistischen Sowjetrepubliken zu sehen und zu verteidigen. Doch für ein solches Konzept ist der Film schlecht gerüstet, denn was in Meinigen in einem halben Jahr gefilmt und ge

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