Die siebente Saite

Biopic | Frankreich 1991 | 115 Minuten

Regie: Alain Corneau

Ein nach dem Tod seiner Frau mit seinen Töchtern zurückgezogen lebender Viola-Spieler nimmt nur widerwillig einen lebenslustigen und karrieresüchtigen Schüler auf, der es später zu Ruhm und Geld am Hofe Ludwigs XIV. bringt. Ein die französische Barock-Musik des 17. Jahrhunderts geradezu sinnlich auferstehen lassendes Porträt zweier gegensätzlicher Charaktere. Musik, Kamera, Licht, Sprache und Schauspielkunst verdichten sich zu einem Film von bezaubernder Schönheit, der atemberaubende Kraft ausstrahlt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
TOUS LES MATINS DU MONDE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1991
Regie
Alain Corneau
Buch
Pascal Quignard · Alain Corneau
Kamera
Yves Angelo
Musik
Sainte Colombe · Marin Marais · Jordi Savall · François Couperin
Schnitt
Marie-Josèphe Yoyotte
Darsteller
Jean-Pierre Marielle (Sainte Colombe) · Gérard Depardieu (Marin Marais alt) · Guillaume Depardieu (Marin Marais jung) · Anne Brochet (Madeleine) · Carole Richert (Toinette)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic | Historienfilm | Literaturverfilmung

Diskussion
Viola da Gamba, das ist eine um eine siebte Saite erweiterte Viola, die deren Klangfülle nach den tiefen Tönen hin vergrößert. Als Ahnherr dieses Instruments gilt der im 17. Jahrhundert in Frankreich lebende Sainte Colombe, von dem man weder Geburts- noch Todesdatum, ja noch nicht einmal seinen Vornamen kennt. Obwohl er und sein Meisterschüler Marin Marais (1656-1728) zu den innovativsten Komponisten der französischen Barock-Musik gehörten, wurden ihre Werke im Bewußtsein (besonders auch der französischen) Musikliebhaber verdrängt von den populären deutschen und italienischen Barock-Komponisten. Und so hatte Alain Corneau anfangs auch vor, einen Musik-Film zu drehen, bei dem Monteverdi, Versailles und der ganze Pomp dieses von Franzosen so sehr geliebten und fast verinnerlichten "Grand Siede" im Mittelpunkt standen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Pascal Quignard kristallisierte sich dann aber immer mehr der Gedanke heraus, sich mit jenen jansenistischen Künstlerkreisen zu beschäftigen, die sich dem höfischen Leben verweigerten, sich gänzlich zurückzogen oder aber ihre Musik neuen P

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren