- | Frankreich 1996 | 98 Minuten

Regie: Olivier Assayas

Um eine Hauptrolle in einer Neuverfilmung von Feuillades Stummfilm-Klassiker "Les Vampires" zu spielen, trifft der Filmstar Maggie Cheung aus Hongkong in Frankreich ein. Das Filmprojekt gerät an den Rand eines Desasters, als der einst gefeierte, nun verunsicherte Regisseur die Kontrolle über sich und das Projekt verliert und Intrigen die Filmcrew spalten. Olivier Assayas' Film ist eine persönliche Bestandsaufnahme zum Filmemachen in Frankreich. Mit fast dokumentarischem, nichts beschönigendem Blick, mal in ironischem, selten auch in sarkastischem Tonfall zeigt er die alltäglichen Niederträchtigkeiten und den Abgrund zwischen gängiger Verklärung und Realität der Filmproduktion. (O.m.d.U.)

Filmdaten

Originaltitel
IRMA VEP
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1996
Regie
Olivier Assayas
Buch
Olivier Assayas
Kamera
Eric Gautier
Schnitt
Luc Barnier
Darsteller
Maggie Cheung (Maggie Cheung) · Jean-Pierre Léaud (René Vidal) · Nathalie Richard (Zoë) · Antoine Basler (Journalist) · Nathalie Boutefeu (Laure)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Diskussion
Im Fernsehen sind Berichte über Filmproduktionen weitgehend zu eindimensionalen Publicity-Veranstaltungen degeneriert. Zwar wird dem Zuschauer suggeriert, hautnah dabei zu sein und hinter die „Kulissen“ zu blicken (die oft eh nur noch digitaler Natur, also nicht existent sind); doch was da gezeigt wird, ist wohlkalkuliert, und Regisseur wie Darsteller spielen zum eigenen Nutzen am Rande des Sets noch ein wenig Theater. Vom wirklichen Filmemachen dürfen derartige Beiträge ebensoviel berichten wie etwa ein Generalsekretär vom Zustand seiner Partei. Kurioserweise sind da ins Gewand der Fiktion gekleidete Annäherungen an den Prozeß des Filmemachens wesentlich aussagekräftiger. Das mag so nicht einfach auf den wunderbaren Film „Living in Oblivion“ (fd 31 491) von Tom DiCillo zutreffen, wohl aber auf die beiden Klassiker des „Genres“: auf Truffauts „Die amerikan

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