Godzilla (1998)

Science-Fiction | USA 1998 | 138 Minuten

Regie: Roland Emmerich

Eine durch Atomwaffentests entstandene riesige Echsenmutation nistet sich im Untergrund des New Yorker Stadtbezirks Manhattan ein und legt Hunderte von Eiern, die den Fortbestand der Menschheit gefährden. Neuverfilmung des "Godzilla"-Stoffes, die inhaltlich und dramaturgisch ihre Vorläufer zitiert, aber nie zu einer eigenen Handschrift findet. Die Handlung bleibt rudimentär und ebenso konventionellen Mustern verhaftet wie die computergenerierten Szenen den Rahmen bekannter Genreklischees nicht transzendieren und trotz des immensen Aufwands keine wirklichen Schauwerte liefern. Ein düsterer, ermüdender Monsterfilm mit endlosen Zerstörungs- und Kampfszenen sowie kläglichen humoristischen Einlagen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GODZILLA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Roland Emmerich
Buch
Ted Elliott · Terry Rossio · Dean Devlin · Roland Emmerich
Kamera
Ueli Steiger
Musik
David Arnold
Schnitt
Peter Amundson · David J. Siegel
Darsteller
Matthew Broderick (Dr. Niko Tatopoulos) · Jean Reno (Philippe Roaché) · Hank Azaria (Victor "Animal" Palotti) · Maria Pitillo (Audrey Timmonds) · Arabella Field (Lucy Palotti)
Länge
138 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Science-Fiction

Heimkino

Die Special Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Special Effects Team.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.40:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Unaufhaltsam scheint im Mainstream-Kino der 90er Jahre der Siegeszug dessen, was einst als Trash, B-Movie oder Exploitation galt. Doch während Regisseure wie Tim Burton oder Quentin Tarantino in jeder Sekunde Selbstironie und Spieltrieb durchscheinen lassen, betreibt Roland Emmerich die „Exploitation der Exploitation“, die Reduktion des Trivialen auf das reine Spektakel – unbeeindruckt davon, daß das Triviale gerade im Kino nur in einem Netz von Konnotationen wirklich funktioniert. Seine Science-Fiction-Welt ist naiv, kommt ohne Visionen oder Utopien aus und zeigt bloß einen märchenhaften Kampf zwischen Gut und Böse, bei dem er immer klar für eine Seite Stellung bezieht. Reaktionär und patriotisch sind seine Filme nur vordergründig; tatsächlich erweist sich Emmerich als der Oliver Stone des Fantasy-Kinos: die Leinwand ein tosender Kriegsschauplatz, auf dem all das auf dem Spiel steht, was dem Filmemacher heilig ist – Stone die Fortschreibung ameri

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