Psycho (1998)

Thriller | USA 1998 | Kino: 104 DVD: 99 (=BD: 104) Minuten

Regie: Gus Van Sant

Eine junge Angestellte hat einen hohen Geldbetrag veruntreut und wird auf der Flucht von einem schizophrenen Motelbesitzer ermordet. Eine Neuverfilmung von Alfred Hitchcocks gleichnamigem Thriller aus dem Jahr 1960. Das Konzept, der Vorlage Einstellung für Einstellung zu folgen, scheitert ebenso wie die gelegentlichen Versuche, der Story dennoch "modernisierende" Lichter aufzusetzen. Eine sinnlose Verschwendung von Talent und Geld. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PSYCHO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1998
Regie
Gus Van Sant
Buch
Joseph Stefano
Kamera
Christopher Doyle
Musik
Bernard Herrmann · Danny Elfman
Schnitt
Amy E. Duddleston
Darsteller
Vince Vaughn (Norman Bates) · Anne Heche (Marion Crane) · Julianne Moore (Lila Crane) · Viggo Mortensen (Sam Loomis) · William H. Macy (Milton Arbogast)
Länge
Kino: 104 DVD: 99 (=BD: 104) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Thriller

Heimkino

Die Extras der DVDs umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs. Die Extras des USA-Imports umfassen im Gegensatz zur deutschen DVD zusätzlich einen Audiokommentar der beiden Hauptdartsteller. Die im Januar 2019 erschienene integrale „Legacy Collection“ (8 BD-Disks) enthält das Original, „Psycho“ (1998) und alle bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen Sequels für Kino und Fernsehen sowie die maßgeblichen Dokumentationen. Als überformatige Box in LP-Größe enthält die Edition neben Sammler-Gimmicks u.a. den 120-seitigen Bildband „Die Psycho Akten“ von Tobias Hohmann mit analytischen Informationen zu sämtlichen Filmen. Dezidiert zu „Psycho (1998)“ sind u.a. folgende Extras enthalten: Einen Audiokommentar von Regisseur Gus Van Sant und den Darstellern Vince Vaughn und Anne Heche, einen Audiokommentar mit Cutterin Amy E. Duddleston und Rob Galluzzo (Autor& Regisseur von „Psycho Legacy") sowie das „Making of“-Doku-Feature „Psycho Path“ (31 Min.). Diese in seiner Gesamtheit mustergültige, filmhistorisch wertvolle BD Edition ist mit dem Silberling 2019 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Turbine Medien (16:9, 1.85:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Wiederverfilmungen sind immer problematisch, als solche auch dann nur sinnvoll, wenn es ihnen gelingt, einen Stoff in eine andere Zeit und Gesellschaft zu übertragen oder ihm völlig neue Blickwinkel abzugewinnen. Alfred Hitchcock selbst hat mit „Der Mann, der zuviel wußte“ (fd 5 338) ein Beispiel dafür geliefert, warum eine Neuverfilmung gerechtfertigt sein kann. In jüngster Zeit werden überall in Hollywood alte Hitchcock-Filme als Objekte neuer Interpretationslust entdeckt (vgl. fd 16/1998, S. 40). Erste Ergebnisse zeigen, wie unterschiedlich solche Anmaßung ausfallen kann. Mag Andrew Davis in „Ein perfekter Mord“ (fd 33 339) der Vorlage „Bei Anruf Mord“ (fd 3 733) noch reizvolle neue Perspektiven entlockt haben, so mißriet die hochgespielte Fernsehvariante von „Das Fenster zum Hof (fd 3 934), die unlängst vom amerikanischen ABC-Network ausgestrahlt wurde, zu einer unoriginellen und langweiligen Bewährungsprobe für den querschnittgelähmten Christopher Reeve. Mit einem besonders hirnrissigen Konzept machte sich der – ansonsten talentierte – Gus Van Sant (zuletzt „Good Will Hunting“, fd 33 003) an die Arbeit, um ausgerechnet Hitchcocks Trademark-Film „Psycho“ neu zu verfilmen, jene inzwischen zum Kultobjekt gewordene Story einer jungen Angestellen, die einen hohen Geldbetrag – bei Hitchcock 40.000 Dollar, jetzt 400.000 Dollar – veruntreut hat und auf der Flucht von einem schizophrenen Motelbesitzer in der Dusche ermordet wird. Der Regisseur und sein Produzent Bria

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