Gods and Monsters

Biopic | USA/Großbritannien 1998 | 105 Minuten

Regie: Bill Condon

Nach einem Schlaganfall wird James Whale, der Regisseur des Films "Frankenstein" (1931), von peinigenden Erinnerungsfetzen heimgesucht, die aus seiner Kindheit und den Erlebnissen im Ersten Weltkrieg herrühren. Gleichzeitig sucht der alte Mann die Nähe zu einem jungen Gärtner, in dem er den im Krieg auf tragische Weise verlorenen Geliebten wieder zu erkennen glaubt. Eindringlich knüpft der Film ein stimmiges Netz von Beziehungen zwischen dem Leben des homosexuellen Regisseurs und den "Frankenstein"-Filmen, die ihn berühmt machten. Wie die künstlich geschaffene Kreatur wird auch er zum leidenden Außenseiter in einer intoleranten Gesellschaft. Eine vielschichtige Charakterstudie, feinsinnig und beziehungsreich inszeniert, in der Hauptrolle herausragend gespielt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GODS AND MONSTERS
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
1998
Regie
Bill Condon
Buch
Bill Condon
Kamera
Stephen M. Katz
Musik
Carter Burwell
Schnitt
Virginia Katz
Darsteller
Ian McKellen (James Whale) · Brendan Fraser (Clayton Boone) · Lynn Redgrave (Hanna) · Lolita Davidovich (Betty) · David Dukes (David Lewis)
Länge
105 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f (DVD 16)
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic

Heimkino

Verleih DVD
Kinowelt (2.35:1, DS engl./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Die namenlose künstliche Kreatur aus „Frankenstein“ hat ihre Existenz, je nach Blickwinkel, unterschiedlichen Schöpfern zu verdanken. Auf der Ebene der Geschichte selbst ist es der geniale Wissenschaftler Dr. Frankenstein, als literarisches Produkt entsprang es der Fantasiewelt und den Ängsten der Dichterin Mary W. Shelley. Als Ikone der populären Kultur des 20. Jahrhunderts aber wurde es 1931, nach drei bereits früher entstandenen Stummfilmen, von dem britischen Regisseur James Whale (1889-1957) in Hollywood erschaffen. Ebenso wie Boris Karloff, der nach Bela Lugosis Verzicht von Whale als Darsteller des „Monsters“ entdeckt und mit der Maske von Jack P. Pierce zum Inbegriff von Frankensteins Schöpfung wurde, kam Whale erst später zu dem Universal-Projekt. Ihm war es in erster Linie zu verdanken, dass das künstliche Wesen - analog zu Shelleys Darstellung und trotz der eher freien Adaption - humane Charakterzüge erhielt, die besonders in der humorig-makabren Fortsetzung „Frankensteins Braut“ (1935) zur Geltung kamen.

In „Gods and Monsters“ hat James Whale den Job als Regisseur („The Old Dark House“, „Der Unsi

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren