In the Mood for Love

Liebesfilm | Hongkong 2000 | 98 Minuten

Regie: Wong Kar-wai

Anfang der 60er-Jahre lernt ein Journalist in einem Mietshaus in Hongkong seine Nachbarin kennen und teilt mit ihr bald die traurige Gewissheit, dass ihre jeweiligen Ehepartner miteinander ein Verhältnis haben. Als er sich in die Frau verliebt, seine Liebe aber unerwidert bleibt, verlässt er das Haus. Ein faszinierender, dramaturgisch wie kameraästhetisch formvollendeter Film, der über die Unmöglichkeit einer Rückkehr in persönliche wie kollektive Erinnerungen an die frühen 60er-Jahre trauert und ein höchst differenziertes Bild seelischer Befindlichkeiten zeichnet. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
IN THE MOOD FOR LOVE
Produktionsland
Hongkong
Produktionsjahr
2000
Regie
Wong Kar-wai
Buch
Wong Kar-wai
Kamera
Christopher Doyle · Mark Li Ping Bing
Musik
Michael Galasso · Umebayashi Shigeru
Schnitt
William Chang Suk-Ping
Darsteller
Maggie Cheung (Li-zehn) · Tony Leung (Chow Mo-wan) · Rebecca Pan (Mrs. Suen) · Lai Chen (Mr. Ho) · Siu Ping-Iam (Ah-Ping)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Liebesfilm | Melodram

Heimkino

Die originell konzipierte Special Edition (2 DVDs) enthält neben mehrerer informativer Kurzfeatures über spezielle Aspekte des Films, ein aufschlussreiche Feature, mit dem es interaktiv möglich ist, die ausgeklügelte Musikdramaturgie des Filmes nachzuvollziehen.

Verleih DVD
Universal (16:9, 1.85:1, DD5.1 cant./mand./dt.)
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Diskussion
Wer wäre das nicht gerne: in der Stimmung für die Liebe? Und doch ist der Titel jenes gleichnamigen alten Jazz-Standards voller traurige Ironie. Nicht anders war es in Wong Kar-wais letztem Film: In „Happy Together“ (fd 32 738) kündete ein melancholischer Pop-Song davon, dass es das Glück für die meisten Menschen nur noch im Konjunktiv gibt. Auf ganz eigentümliche Art haben Wongs Filme, die von Liebe als einem Zustand intensiv empfundener Abwesenheit erzählen, aber durchaus ihre Möglichkeiten, Liebesglück zu vermitteln - wofür sich ausgerechnet Quentin Tarantinos gern als Zeuge zur Verfügung stellt: Er hat bekanntlich einst über Wongs „Chunking Express“ (fd 31 851) „geweint, weil es so schön ist, einen Film derart zu lieben“. Nun hat es Wong wied

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