Wie Feuer und Flamme

Drama | Deutschland 2001 | 94 Minuten

Regie: Connie Walther

Erinnerungen an eine deutsch-deutsche Liebesgeschichte in den 80er-Jahren, die eine junge Frau, Tochter aus einer West-Berliner Lehrerfamilie, mit einem Ost-Berliner Punk durchleidet. Die an sich spannende und authentische Geschichte erschöpft sich in einer Anhäufung von Klischees und kann dem Aufeinanderprallen zweier Berliner Subkulturen keinen sonderlichen Reiz abgewinnen. Da auch die Hauptpersonen in ihrem Rollenklischee befangen sind, verstärkt sich der Eindruck einer politisierten Kolportage ohne dramaturgische Geschlossenheit. - Ab 14 möglich.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Connie Walther
Buch
Natja Brunckhorst
Kamera
Peter Nix
Musik
Rainer Oleak
Schnitt
Ewa J. Lind
Darsteller
Anna Bertheau (Nele) · Antonio Wannek (Captain) · Tim Sander (Hacki) · Aaron Hildebrand (Meise) · Michael Krabbe (Tremmel)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14 möglich.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Verleih DVD
Warner
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Diskussion
Ein Kellerraum: Ein junges Mädchen liegt nackt auf einem provisorischen Bett und zieht einem verwirrt aussehenden Punk die stilisierten Nieten- und Lederklamotten aus. Schnitt: In einem Konferenzzimmer tagen ältere unheimliche Herren im Halbdunkel – teufliche Geheimdienstarbeit oder die Krisensitzung eines Mafiaclans? Während in einer Parallelmontage das junge Glück zueinander findet, bereitet die Stasi die Unterdrückung und Zerschlagung der Punkbewegung in der DDR vor. Man ist in Berlin, Anfang der 80er-Jahre. Nele ist ein aufgewecktes liberales Lehrerkind und lebt mit ihrem Vater in einer Westberliner Fabriketage. Captain kommt aus einer realsozialistischen Musterfamilie in Ost-Berlin, ist Punk und singt – dazwischen liegt die Mauer wie der tiefe Graben, der die beiden Königskinder trennt. Als 1989 nach Günther Schabowskis Bemerkungen zur Reisefreiheit die Mauer geöffnet wurde und jener Prozess eingeleitet wurde, der mit der Auflösung der DDR und mit der neuen deutschen Einheit endete, wurde in der Folgezeit oft die Zurückhaltung des deutschen Kinos reklamiert, und es dauerte Jahre, bis deutsch-deutsche Geschichten zum Kinostoff wurden oder im schnellen Rhythmus

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