- | USA 2001 | 123 Minuten

Regie: Ted Demme

Die Lebensgeschichte eines tatsächlich existierenden Drogendealers, der in den 70er-Jahren den Kokain-Markt in den USA etablierte. Trotz des kontroversen Themas vermeidet es der Film, Stellung zu beziehen; statt zu problematisieren, flüchtet er sich in die Stereotypen des Biopics, die er professionell bedient, ohne sie individuell auszudeuten. Seine Wirkung bezieht der Film allenfalls aus der Präsenz des Hauptdarstellers Johnny Depp, der den Dealer nicht als abgebrühten Geld-Hai anlegt, sondern als unsicheres, seinen Weg suchendes Kind, dem man die Sympathie nicht zu versagen vermag. Dies macht ihn umso gefährlicher: Die Verführung hat nicht das Antlitz des Bösen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BLOW
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Ted Demme
Buch
David McKenna · Nick Cassavetes
Kamera
Ellen Kuras
Musik
Graeme Revell
Schnitt
Kevin Tent
Darsteller
Johnny Depp (George Jung) · Penélope Cruz (Mirtha Jung) · Franka Potente (Barbara Buckley) · Jordi Molla (Diego Delgado) · Ray Liotta (Fred Jung)
Länge
123 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die umfangreiche Edition enthält u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Hauptdarstellers Johnny Depp sowie ein Feature mit zehn im Film nicht verwendeten Szenen (23 Min.).

Verleih DVD
Kinowelt (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Der Anfang von „Blow“ könnte aus einem jener Lehrfilme stammen, die zu Schulzeiten das Klassenzimmer vorübergehend in einen Kinosaal verwandelten. Von der Gewinnung des Rohstoffes bis zur Auslieferung des fertigen Erzeugnisses verfolgt man einen vollständigen Produktionskreislauf. Allerdings ist die hergestellte Ware in diesem Fall rechtlich höchst bedenklich: Es handelt sich um Kokain, dessen Herstellung von der Ernte bis zur Übergabe an einem anonymen amerikanischen Flughafen dargestellt wird. Den Ansatz, dass das Rauschgift nur eine Handelsware ist, die erst durch das Verbot ihre Höchstpreise erzielt, verfolgt Regisseur Ted Demme jedoch nicht weiter. Statt sich ernsthaft mit Reiz und Risiko von Drogen auseinander zu setzen, versande

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