Tosca (2001)

Musikfilm | Frankreich/Deutschland/Großbritannien/Italien 2001 | 124 Minuten

Regie: Benoît Jacquot

In einem totalitären Regime gerät der Maler Cavaradossi in Verdacht, Hochverrat begangen zu haben. Tosca schützt ihren Geliebten, bis der Polizeichef sich die latente Eifersucht der Sängerin zunutze macht, um das Paar zu zerstören. Der Versuch, Giacomo Puccinis berühmtes Bühnenwerk ins filmische Medium zu übersetzen, scheitert an einer einfallslosen Inszenierung, die sich damit begnügt, Playback singende Opernstars abzulichten. Das politische Potenzial, das die Oper neben der tragischen Liebesgeschichte in sich birgt, wird gänzlich zu Gunsten eines angestaubten Opern-Ereignisses mit Stars und beliebten Melodien geopfert. (O.m.d.U.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
TOSCA
Produktionsland
Frankreich/Deutschland/Großbritannien/Italien
Produktionsjahr
2001
Regie
Benoît Jacquot
Buch
Benoît Jacquot
Kamera
Romain Winding
Musik
Giacomo Puccini
Schnitt
Luc Barnier
Darsteller
Angela Gheorghiu (Floria Tosca) · Roberto Alagna (Mario Cavaradossi) · Ruggero Raimondi (Scarpia) · Sorin Coliban (Sciarrone) · David Cangelosi (Spoletta)
Länge
124 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Musikfilm

Diskussion
Die Faszination der Oper ist über die Jahrhunderte ihrer Existenz ungebrochen. Zwar beklagt die Plattenindustrie rückläufige Verkaufszahlen und zumindest dem deutschen Musiktheater geht es wegen der Subventionsmisere alles andere als rosig, und dennoch ist die Oper gerade in ihrer Ausprägung als „Event“ so lebendig wie eh und je. Auch der Film kokettiert regelmäßig mit diesem Dinosaurier unter den Musikdisziplinen. Bedeutende Regisseure wie Werner Herzog, Baz Luhrmann oder Lars von Trier inszenieren Opern auf der Bühne, Zeffirelli, Losey, Bergman und Huillet/Straub such(t)en nach möglichen filmischen Transkribtionsmöglichkeiten. Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Puccinis 1900 uraufgeführte Oper „Tosca“ eine filmische Bearbeitung erfuhr, gehört sie doch zu den beliebtesten Repertoirestücken der Opernliteratur überhaupt. Liebe, Eifersucht, Verrat, Freiheitsliebe und Mord sind die klischeehaften Ingredienzien der um 1800 in Rom angesiedelten Tragödie. Der Polizeichef Baron Scarpia führt ein grausames Regiment in der Stadt. Subversive und staatsfeindliche Elemente werden rigoros ausgemerzt. Der Maler Mario Cavaradossi wird während einer Auftragsarbeit in der Kapelle nahe dem Kerker der Engelsburg Zeuge des Ausbruchs des verstoßenen Konsuls Angelotti. Er

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