Was tun, wenn's brennt?

- | Deutschland 2000/01 | 101 Minuten

Regie: Gregor Schnitzler

Als in einer Villa ein vergessener Sprengsatz gefunden wird, muss sich eine Gruppe ehemaliger Hausbesetzer noch einmal zusammentun, um die Lage zu "entschärfen" und das Beweismaterial verschwinden zu lassen. Dabei ist ihnen ein Ermittler auf den Fersen, der die autonome Szene der 80er-Jahre wie kein Zweiter kennt. Unterhaltungsfilm vor fetziger Polit-Kulisse, der sich nicht um eine politische Haltung bemüht, sondern Nostalgie beschwört. Historisches Bewusstsein verkommt dabei zum Lifestyle-Accessoire, während Videoclip-Einlagen den Film MTV- und VIVA-kompatibel machen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2000/01
Regie
Gregor Schnitzler
Buch
Stefan Dähnert · Anne Wild
Kamera
Andreas Berger
Musik
Stephan Zacharias · Stephan Gade
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Til Schweiger (Tim) · Martin Feifel (Hotte) · Sebastian Blomberg (Maik) · Nadja Uhl (Nele) · Matthias Matschke (Terror)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Special-Edition beinhaltet u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, der Produzenten Andreas Willson und Jakob Claussen sowie ein Feature mit nicht verwendeten Szenen (7:30 Min.). Die Audiokommentatoren sind optional als "Diskussionsrunde" per Splitscreen einblendbar.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
„Und nie vergessen: Das Timing muss stimmen!“ Dieser letzte Satz aus dem Agitpropfilm der „Gruppe 36“ aus dem autonomen Hausbesetzermilieu Berlins stammt aus den späten 80er-Jahren. Leider erwies sich das Timing der zeigefreudigen Revoluzzer selbst als mangelhaft, weshalb ein vergessener Sprengsatz in einer Grunewaldvilla im Neuen Berlin Erinnerungen ans Alte wach ruft. Die Gruppe nicht mehr ganz junger Ex-Hausbesetzer, die sich vor Jahren in alle Himmelsrichtungen zerstreute, wird von der Vergangenheit eingeholt. Bei der obligatorischen Hausdurchsuchung in Reaktion auf den „Bombenterror“ beschlagnahmt die Polizei den alten Lehrfilm und schafft ihn in die hochgesicherte Asservatenkammer der Polizeikaserne Tempelhof. So gibt es einiges zu tun: die Kumpels von damals in ihrer Bürgerlichkeit aufspüren, sie vom Ernst und der Dringlichkeit der Situation („Mordversuch verjährt nicht“) überzeugen, das Beweismaterial zurückholen und wieder in der Normalo-Klandestinität abtauchen. Die Zeit drängt, zumal die Ermittlungsbehörden auf den alten „Kettenhund“ Manowsky vertrauen, der die damalige autonome Szene noch aus dem Effeff kennt, aber als Ermittler alten Schlages gerade a

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