Die Scheinheiligen

- | Deutschland 2001 | 80 Minuten

Regie: Thomas Kronthaler

Um ihre Schulden zu tilgen, will eine oberbayerische Gemeinde an der Autobahn Richtung Salzburg eine Hendl-Station errichten, was dank guter politischer Beziehungen kein Problem wäre, wenn eine alte Bäuerin endlich das Zeitliche segnen und ihren Grund und Boden der Öffentlichkeit vermachen würde. Groteske, die eine Lokalposse als Anlass für eine nicht ganz ernst gemeinte Satire nützt. Während sie geschickt mit der eigenwilligen Tönung der bayerischen Mundart spielt, schwankt die Inszenierung allzu unentschlossen zwischen grandiosen Bildeinfällen und pubertärem Überschwang. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2001
Regie
Thomas Kronthaler
Buch
Thomas Kronthaler
Kamera
Micki Stoiber
Musik
Martin Unterberger · Stefan Auer
Schnitt
Bernd Schlegel
Darsteller
Johannes Demmel (Johannes) · Maria Singer (Leni Trenner) · Michael Emina (Theophile) · Andreas Lechner (Pfarrer) · Wolfgang Fischer (Polizist)
Länge
80 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Verleih DVD
Universum
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Diskussion
Dass Western im Grunde Heimatfilme sind, ist eigentlich ein alter Hut. Angesichts von „Die Scheinheiligen" aber springt einem der Zusammenhang wieder neu ins Auge, weil sich Thomas Kronthalers Abschlussfilm an der Münchner HFF mit einigem Gewinn aus dem ästhetischem Fundus des uramerikanischen Genres bedient. Wenn im Vorspann zu versonnenen Saitenklängen eine verschneite Berglandschaft aufscheint und sich aus der Ferne eine einsame Gestalt nähert, könnte das auch irgendwo in den Ausläufern der Rocky Mountains spielen; nur der Umstand, dass der Mann zu Fuß geht, deutet auf andere Gefilde hin, konkret: die Gegend um Irschenberg südöstlich von München. Fremde sind hier wie dort nicht willkommen; erst recht nicht, wenn einer wie ein Passionsdarsteller aus Oberammergau aussieht. Die Polizisten, die den langhaarigen Wanderer kontrollieren, verkörpern nachgerade das lokalpatriotische Grundgese

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