In the Bedroom

Drama | USA 2001/02 | 131 Minuten

Regie: Todd Field

Nach dem Totschlag an ihrem Sohn, der ein Verhältnis mit einer geschiedenen Frau hatte, entwickelt sich der Alltag eines Ehepaars zum Albtraum voller gegenseitiger Anfeindungen, der in eine Verzweiflungstat mündet. Ein erschreckender Blick ins amerikanische Kleinstadt- und Familienleben, der ohne physische Gewaltausbrüche auskommt. Umso schmerzlicher werden die Formen struktureller Gewalt nachvollziehbar, durch die die intime Kenntnis des Ehepartners instrumentalisiert wird. Eine hervorragend gespielte intime Studie über die Abgründe eines Daseins, dem jäh das Zentrum entrissen wurde. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
IN THE BEDROOM
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001/02
Regie
Todd Field
Buch
Todd Field · Robert Festinger
Kamera
Antonio Calvache
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Frank Reynolds
Darsteller
Tom Wilkinson (Dr. Matt Fowler) · Sissy Spacek (Ruth Fowler) · Nick Stahl (Frank Fowler) · Marisa Tomei (Natalie Strout) · William Mapother (Richard Strout)
Länge
131 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Diskussion
Jedes Wort, das man über den Inhalt dieses leisen Meisterwerks verrät, ist im Grunde ein Wort zu viel. Während im durchschnittlichen Thriller das einzige wirklich überraschende Blatt fünf Minuten vor Schluss gespielt wird und man deshalb getrost alle anderen Karten im Voraus aufdecken darf, erwischt „In the Bedroom“ den Zuschauer ständig auf dem falschen Fuß und zwingt ihn damit, den Blickwinkel immer dann zu wechseln, wenn er sich behaglich in seinem Überblick eingerichtet zu haben meint: Glaubt er eben noch die scheinbaren Hauptpersonen entdeckt zu haben, rücken plötzlich andere Figuren ins Zentrum; meint er, gleich Zeuge eines ausbrechenden Konflikts zu werden, ist er in Wirklichkeit Opfer einer raffinierten Inszenierung oder Komplize eines geheimen Einverständnisses; und wähnt er sich endlich dem Thema des Films auf der Spur, entpuppt sich seine selbstgerechte Abgeklärtheit als Holzweg. Immer wieder verirrt sich „In the Bedroom“ in scheinbar gefangene Zimmer, um ebenso regelmäßig eine Tür zu entdecken, durch die es dennoch weitergeht – und es handel

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