Gosford Park

- | USA/Großbritannien/Deutschland/Italien 2001 | 137 Minuten

Regie: Robert Altman

Das Treffen einer adligen Gesellschaft im England des Jahres 1932 verdichtet sich zur augenzwinkernden Bestandsaufnahme einer Klassengesellschaft, deren Dienstboten das Verhalten ihrer Herren und deren Dünkel spiegeln. Es geschieht ein Mord, doch der dient lediglich als Vehikel, um die heimlichen Laster der Personen, ihre Lügen und Intrigen zu entlarven. Eine kluge Komödie über die Grausamkeit hinter der glänzenden Fassade der feinen Gesellschaft, der die überaus elegante Inszenierung mit Witz, brillanten Dialogen und scharfer Intelligenz einen Spiegel vorhält. Der illusionslose Abgesang auf eine vergangene Epoche wird von einer brillanten Schauspielerriege getragen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GOSFORD PARK
Produktionsland
USA/Großbritannien/Deutschland/Italien
Produktionsjahr
2001
Regie
Robert Altman
Buch
Julian Fellowes
Kamera
Andrew Dunn
Musik
Patrick Doyle
Schnitt
Tim Squyres
Darsteller
Michael Gambon (Sir William McCordle) · Kristin Scott Thomas (Lady Sylvia McCordle) · Camilla Rutherford (Isobel McCordle) · Maggie Smith (Constance, Gräfin von Trentham) · Charles Dance (Raymond, Lord Stockbridge)
Länge
137 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.

Heimkino

Verleih DVD
Universal
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Diskussion
Feine Klaviermusik klingt aus dem Off, und natürlich muss es regnen am Anfang, denn man befindet sich im „Good Old England“: Matsch, zwei Rolls Royce auf engen Landstraßen, in dem einen eine Frau von Geblüt, die sich – schnippisch, selbstbewusst, mit britisch-aristokratischer „stiff lip“ – mit ihren jungen Dienstmädchen unterhält. Dann öffnet sich das Bild, und zu sehen ist ein prächtiges Schloss: Gosford Park. Hier trifft sich eine Jagdgesellschaft, alter Adel, doch zum Teil mit frischem, nicht ganz so vornehmem Blut angereichert; dabei ist als Gast auch ein misstrauisch beäugter – weil amerikanischer, jüdischer, homosexueller – Filmproduzent, sozusagen als heimlicher Hofnarr. Sie alle bringen ihre Dienstboten mit, die von Butlern kommandiert werden, die kaum weniger Standesdünkel haben als ihre Herrschaften und durch ihre feinen Unterschiede – etwa wie am Morgen der Tee und zur Nacht die heiße Milch zubereitet werden – am unteren Ende der Gesellschaft deren interne Hierarchie getreu spiegeln, bis zu den Namen ihrer Herren, die ihnen unter dem Personal der Einfachheit halber zugeordnet werden. „Upstairs, Downstairs“, wie in der gleichnamigen Fernsehserie aus den 70er-Jahren („Das Haus am Eaton Place“),

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