Uprising - Der Aufstand

Drama | USA 2001 | 153 Minuten

Regie: Jon Avnet

Zweiteiliger Fernsehfilm über den Aufstand im Warschauer Ghetto. Im ersten Teil sieht ein junger Jude die Chance seines Volkes nur im bewaffneten Widerstand gegen die deutschen Besatzer. Der zweite Teil enttäuscht durch die Heroisierung der Widerstandskämpfer, deren Charaktere gängige Klischees bedienen müssen. Ein ambitionierter Film, der Zeitgeschichte aufarbeiten möchte, letztlich aber nur von der moralischen Ambivalenz unter Lebensgefahr berichtet. Trotzdem vermag der Film die Erinnerung an das Morden der Nazis auch nachgeborenen Generationen weiterzugeben. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
UPRISING
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2001
Regie
Jon Avnet
Buch
Paul Brickman · Jon Avnet
Kamera
Denis Lenoir
Musik
Maurice Jarre
Schnitt
Sabrina Plisco
Darsteller
Leelee Sobieski (Tosia Altman) · Hank Azaria (Mordechai Anielewicz) · David Schwimmer (Yitzhak Zuckermann) · Jon Voight (Major-General Jürgen Stroop) · Donald Sutherland (Adam Czerniakow)
Länge
153 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras der Doppel-DVD umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Hauptdarsteller sowie eine längere Dokumentation zum Film.

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Die Widerstandskämpfer Mordechai Anielewicz, Yitzhak Zuckerman, Tosia Altmann und Kazik Rotem stehen im Mittelpunkt dieser aufwändigen Fernsehproduktion über den Aufstand im Warschauer Ghetto im April 1943. Wie in Polanskis „Der Pianist“ (fd 35 643) rekonstruiert der Zweiteiler von Jon Avnet die Ereignisse im Stile des Historienfilms, bemüht sich um Authentizität, erreicht aber bei weitem nicht Polanskis Akribie, was nicht allein am Drehort Bratislawa liegt. Dies stört aber kaum den ersten Teil des Films, der um die Frage kreist: Kann ein moralischer Mensch seinen moralischen Grundsätzen in einer unmoralischen Welt treu bleiben? Angesichts der grauenvollen Ereignisse findet Mordechai Anielewicz eine bejahende Antwort nur im bewaffneten Kampf gegen die Deutschen. Er ahnt, dass der Kampf aussichtslos ist, aber er weiß, dass er damit Juden wie Polen ehrt und sich zumindest die Würde bewahrt, die Art des eigenen Todes selbst zu bestimmen. Am Beispiel von Adam Czerniakow, dem von den Nazis immer wieder gedemütigten Vorsitzenden des Judenrates, will der Film zeigen, d

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