Chihiros Reise ins Zauberland

- | Japan 2001 | 125 Minuten

Regie: Hayao Miyazaki

Ein zehnjähriges Mädchen und seine Eltern haben sich in den Wäldern vor Tokio verirrt und stoßen dort auf einen Vergnügungspark, der sich als Hort der Shintogötter und Dämonen entpuppt. Durch harte Arbeit im Badehaus und der Lösung verschiedener Geheimnisse gelingt es dem Mädchen, seine verwunschenen Eltern zu befreien. Ein in seiner epischen Breite beeindruckender, Emotionen und Erkenntnislust gleichermaßen ansprechender Fantasy-Zeichentrickfilm, der die vielschichtigen Elemente des Märchens nicht nur zur Unterhaltung nutzt, sondern auch zur Selbstständigkeit und der Bereitschaft, Probleme zu lösen, animiert. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
SEN TO CHIHIRO NO KAMIKAKUSHI | SPIRITED AWAY
Produktionsland
Japan
Produktionsjahr
2001
Regie
Hayao Miyazaki
Buch
Hayao Miyazaki
Musik
Joe Hisaishi
Schnitt
Takeshi Seyama
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.

Heimkino

Die Special-Edition enthält aufschlussreiche Features zu Teilaspekten des Films.

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 jap./dt.)
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Eine Gesellschaft, in der den Ahnen Lebensmittel serviert werden, damit es ihnen im Jenseits an nichts mangelt; ein Shinto-Glaube, in dem Geister zum alltäglichen Leben dazugehören: In einem Land, in dem man so mit dem Unbegreifbaren umgeht, können Geschichten reifen, wie sie Hayao Miyazaki seit über 30 Jahren erzählt. Das Übernatürliche ist eine Konstante in den Trickfilmen des 61-jährigen japanischen Regisseurs. - Eine Kritik von Jörg Gerle, FILMDIENST 13/2003.

Diskussion
Eine Gesellschaft, in der den Ahnen Lebensmittel serviert werden, damit es ihnen im Jenseits an nichts mangelt; ein Shinto-Glaube, in dem Geister zum alltäglichen Leben dazugehören: In einem Land, in dem man so mit dem Unbegreifbaren umgeht, können Geschichten reifen, wie sie Hayao Miyazaki seit über 30 Jahren erzählt. Das Übernatürliche ist eine Konstante in den Trickfilmen des 61-jährigen japanischen Regisseurs. Man findet es implizit schon in den mystischen Bergen während eines Gewitters der Fernsehserie „Heidi“, die er zusammen mit Isao Takahata 1974 realisierte. Mal sind es fantastische Einsprengsel wie die Hexenkünste eines kleinen Mädchens in „Kikis Delivery Service“ (1989), mal ganz reale Waldgötter und Dämonen wie in der märchenhaften Welt von „Prinzessin Mononoke“ (fd 34 790). Auch in „Chihiros Reise ins Zauberland“ leben Geister und Götter mitten unter den Menschen. Man kann sie nur nicht sehen – es sei denn, man taucht in jene Sphäre ein, die sie schützt, und ist aufgeschlossen, kindlich naiv und mutig zugleich. Was bei Frau Holle ein Brunnen war, durch den man in die Zwischenwelt gelangte, ist hier ein

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