Adaption - Der Orchideen-Dieb

Komödie | USA 2002 | 115 Minuten

Regie: Spike Jonze

Ein Drehbuchautor soll das Buch einer Bestseller-Autorin über die wahre Geschichte eines Orchideen-Züchters für ein Filmprojekt adaptieren. An dieser Aufgabe, ebenso aber an einer momentanen Existenzkrise sowie seinem mit kommerziellen Stoffen erfolgreichen, jedoch tumben Zwillingsbruder verzweifelnd, versetzt er sich schließlich selbst mitten ins Geschehen, das nun dramatische Wendungen erfährt. Ein fantasievolles, von absurden Wendungen überbordendes Vexierspiel, das die Mechanismen Hollywoods, das Handwerk des Filmemachens und intellektuelle Blasiertheit konterkariert. Auf aberwitzige und souveräne Weise vermischt der Film dabei Realität und Fantasie. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ADAPTATION
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2002
Regie
Spike Jonze
Buch
Charlie Kaufman
Kamera
Lance Acord
Musik
Carter Burwell · Lou Barlow · John Davis · Beck
Schnitt
Eric Zumbrunnen
Darsteller
Nicolas Cage (Charlie Kaufman/Donald Kaufman) · Meryl Streep (Susan Orlean) · Chris Cooper (John Laroche) · Tilda Swinton (Valerie) · Jay Tavare (Matthew Osceola)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Komödie | Satire

Heimkino

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Drehbuchautor zu sein, zumal in Hollywood, ist ein hartes Los. Nicht jeder ist ein Frank Darabont, der weiß Gott keinen Nebenberuf mehr nötig hat. Offiziell 8500 Mitglieder dieser Zunft, nicht gerechnet die ungezählten Freizeit-Autoren, die von dem großen Wurf träumen und sich mit zahllosen Ratgeber-Büchern und Seminaren wappnen, buhlen um die Gunst der Studios und Produzenten. Was hinter den Kulissen in Hollywood gespielt wird, hat Robert Altman in „The Player“ (fd 29 643) wunderbar sarkastisch dargelegt. Anspielungsreich und hinterlistig als Film im Film angelegt und mit zahlreichen Cameo-Auftritten namhafter Stars angereichert, irritierend zwischen Realität und Fantasie changierend, zeigt Altman, wie es in der Traumfabrik um künstlerische Ansprüche, geschweige denn Wahrhaftigkeit bestellt ist. Hauptsache Happy End und eine Prise Sex! Alles ist eine Frage der Adaption, der Anpassung an die Lebensbedingungen Hollywoods. Von Beginn an machte Altman klar, dass seine Geschichte nichts ist als die – allerdings vor Ironie und schwarzem Humor strotzende – Ausgeburt eines Drehbuchautors, der sich kalkuliert den Regeln beugt und damit das System aushebelt. War bereits „The Player“ an Selbstreferentialität kaum zu überbieten, so brechen nun bei Charlie Kaufmans/Spike Jonzes „Adaption“ sämtliche Dä

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