Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

- | Frankreich 2003 | 95 Minuten

Regie: François Dupeyron

Während der 1960er-Jahre freundet sich ein 16-jähriger jüdischer Junge im Einwandererviertel von Paris mit einem alten muslimischen Lebensmittelhändler an, der für ihn zum Ersatzvater wird. Ein sympathisches, zwischen Märchen und Realität angesiedeltes Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und Hoffnung, erzählt in schönen, einfachen Bildern mit viel Sinn für den Zeitgeist. Der Film verlässt sich ganz auf seine beiden überzeugenden Hauptdarsteller, wobei die Botschaft manchmal freilich etwas zu dick aufgetragen daherkommt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MONSIEUR IBRAHIM ET LES FLEURS DU CORAN
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2003
Regie
François Dupeyron
Buch
François Dupeyron · Eric-Emmanuel Schmitt
Kamera
Rémi Chevrin
Schnitt
Dominique Faysse
Darsteller
Omar Sharif (Monsieur Ibrahim) · Pierre Boulanger (Momo) · Gilbert Melki (Momos Vater) · Lola Naymark (Myriam) · Anne Suarez (Sylvie)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Hauptdarstellers Omar Sharif.

Verleih DVD
Universum/Falcom (16:9, 1.78:1, DD5.1 frz./dt.)
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Diskussion
Glaubt man französischen Spielfilmen, dann war die Rue Bleue im 9. Pariser Arrondissement in den 1960er-Jahren Mittelpunkt und Synonym für das Leben der Einwanderer. Doch während Chad Chanouga in „17, rue Bleue“ (2001) ein eher düsteres Bild des Viertels und seiner Bewohner, vor allem der dort lebenden Kinder, zeichnet, setzt es François Dupeyron bei „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ in ein freundliches, fast märchenhaftes Licht. Zwar hat auch Momo, der 16-jährige Held, kein Geld und versucht, im Lebensmittelladen des alten Monsieur Ibrahim zu stehlen. Aber Ibrahim verdammt den jugendlichen Ladendieb nicht, sondern versucht, ihn zu verstehen und zu erziehen. Dabei fallen oft Sätze, die in ihrer Einfachheit an Saint-Exupérys kleinen Prinzen erinnern, etwa „Wenn du etwas lernen willst, dann nimm kein Buch, sondern sprich mit jemanden“, oder „Lächeln macht glücklich“ und „Das P

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