Drama | USA 2003 | 125 Minuten

Regie: Tim Burton

Ein fabulierfreudiger Südstaatler, der seine unglaublichen (Lebens-)Geschichten erfunden zu haben scheint, lässt sich auch auf dem Sterbebett nicht in die Karten sehen und überrascht seinen erwachsenen Sohn, der sich mit ihm aussöhnen will, mit immer neuen Facetten seiner Erinnerung. Die schwelgerisch erzählte, höchst unterhaltsame Schelmengeschichte verdichtet sich unter der grandiosen Bildregie zu einer Hommage ans Geschichtenerzählen und ans Kino, wobei sich Mythen, Münchhausiaden und Wirklichkeit zu einer stimmigen Einheit verbinden. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BIG FISH
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Tim Burton
Buch
John August
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Chris Lebenzon
Darsteller
Ewan McGregor (junger Edward Bloom) · Albert Finney (alter Edward Bloom) · Billy Crudup (Will Bloom) · Jessica Lange (alte Sandra Bloom) · Helena Bonham Carter (Hexe, Jenny)
Länge
125 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Verdrießlich lässt sich Goethe in seinen poetisch verklärten Memoiren darüber aus, dass er immer wieder mit Fragen nach dem Realitätsgehalt des „Werther“ konfrontiert worden sei. Anstatt diese zu beantworten, zog er es vor, Kindern „Märchen zu erzählen“, bei denen er nicht erläutern musste, was „Wahrheit oder Dichtung“ war. Ein Schreibkünstler gesellschaftlichen Ranges ist Edward Bloom nicht. Der verschroben-charmante Held aus Tim Burtons burlesk ausschweifendem Kino-Epos versteht sich vielmehr als volkstümlich fabulierender Südstaatler, als mündlicher Überlieferer seiner selbst. Lange Jahre findet er in seinem Sohn Will ein dankbares Publikum, bis dieser seine kindliche Unvoreingenommenheit ablegt und wie die Zeitgenossen Goethes anfängt, nach dem Wahrheitsgrad der väterlichen Fantasien zu fahnden. Hier setzt der Film ein – und weicht von Daniel Wallaces Romanvorlage ab, indem er Will zum Protagonisten einer Rahmenhandlung macht

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