Das wandelnde Schloss

Animation | Japan 2004 | 119 Minuten

Regie: Hayao Miyazaki

Eine böse Hexe verwandelt eine junge Hutmacherin in eine Greisin, die sich auf eine einsame Wanderung begibt, um ihr Schicksal abzuwenden. Sie gelangt in das schwebende Schloss eines schillernden Magiers, besteht mit ihm, seinem Zauberschüler und weiteren Verbündeten turbulente Abenteuer und setzt sich gegen vielfältige Intrigen zur Wehr. Ein im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts angesiedeltes Anime voller faszinierender überbordender Bildeinfälle, das vor der Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch Technik und Krieg warnt und ein Hohelied auf die Macht der Liebe anstimmt. Bei aller Zuversicht behält am Ende ein eher skeptischer Grundton die Oberhand. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
HAURU NO UGOKU SHIRO
Produktionsland
Japan
Produktionsjahr
2004
Regie
Hayao Miyazaki
Buch
Hayao Miyazaki
Musik
Joe Hisaishi
Schnitt
Takeshi Seyama
Länge
119 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Animation | Literaturverfilmung

Heimkino

Die Standard Edition enthält keine Extras. Die Extras der Special Edition (2 DVDs) umfassen u.a. den Film in einer animierten, dt. synchronisierten Storyboard-Fassung (119 Min.)

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.85:1, DD5.1 jap./dt.)
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Diskussion
Joanne K. Rowling muss sehr viel gelesen haben, bevor sie mit ihrem ersten „Harry Potter“-Roman begann und die Geschichte des Zauberschülers ziemlich unbekümmert mit nahezu allem „würzte“, was ihr die englische (Jugend-)Literatur von Charles Dickens bis Roald Dahl an Zutaten bot. Kaum etwas, das es – zumindest in der Ausgangskonstellation des inzwischen mäandernden Potter-Zyklus' – nicht schon in anderen Zauberbüchern gegeben hätte: bei Eva Ibbotson („Das Geheimnis von Bahnsteig 13“) etwa oder bei Diana Wynne Jones, der ultimativen „Klassikerin“ der englischen Kinderliteratur, die u.a. in ihren Romanen aus der „Welt des Chrestomanci“ eine ganz eigene, hintergründige und höchst subtile Sicht der Welt auffächert. Wynne Jones – nicht weniger als Rowling durch die Bücher von C.S. Lewis und Tolkien sozialisiert – dürfte es auch gewesen sein, die Harry Potters Zauberschule Hogward (mit-)inspirierte, als sie 1986 in ihrem Roman „Howl’s Moving Castle“ (dt. „Sophie im Schloss des Zauberers“) ein fliegendes Schloss erfand, das nur eigenen Gesetzen und Ordnungen gehorcht, dabei Raum und Zeit relativiert und Wege in die unterschiedlichsten Welten und Sphären öffnen kann. Wahrscheinlich wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein gewiefter Hollywood-Produzent erkannt hätte, dass der Stand der Computer-Technik ausgereift genug ist, um aus „Howl’s Moving Castle“ amerikanisches Family Entertainment zu machen – wenn sich nicht d

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