Brothers Grimm

Fantasy | Tschechien/USA 2005 | 118 Minuten

Regie: Terry Gilliam

Die Wanderjahre der Brüder Grimm als frei erfundene Phantasmagorie, in der Wilhelm und Jakob als Unterhaltungskünstler und Beutelschneider zur Zeit der französischen Besatzung durch die deutschen Lande ziehen. In einem General der Besatzungsarmee finden sie einen Gegenspieler, der sie zwingt, in einer Kleinstadt das Verschwinden von neun Mädchen aufzuklären. Ein Film von barocker Bildgewalt und überbordender Fantasie, der die eher dünne Geschichte mit Leitmotiven aus deutschen Märchen aufforstet und an lustvollen Abschweifungen, kuriosen Figuren und Blödeleien Gefallen findet. Das führt dazu, dass die Handlung keine Tiefe entwickelt und immer dann scheitert, wenn der Versuch unternommen wird, einen zeitlosen Blick auf die Schrecken der Kindheit und ihrer Märchen zu werfen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE BROTHERS GRIMM
Produktionsland
Tschechien/USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Terry Gilliam
Buch
Ehren Kruger
Kamera
Newton Thomas Sigel
Musik
Dario Marianelli
Schnitt
Lesley Walker
Darsteller
Matt Damon (Will Grimm) · Heath Ledger (Jacob Grimm) · Jonathan Pryce (General Delatombe) · Lena Headey (Angelika) · Peter Stormare (Cavaldi)
Länge
118 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Fantasy | Märchenfilm

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (1:1.85/16:9/Dolby Digital 5.1/dts
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Diskussion
Terry Gilliam ist zurück. Sieben Jahre nach seinem letzten vollendeten Spielfilm, der Hunter S. Thompson-Verfilmung „Fear & Loathing in Las Vegas“ (fd 33325), und diversen fehlgeschlagenen Projekten, unter anderem einem Don-Quixote-Film, dessen grandioses Scheitern in dem Dokumentarfilm „Lost in La Mancha“ nachgezeichnet ist, präsentierte der mittlerweile 65-jährige Gilliam bei den Festivals von Venedig und San Sebastián 2005 gleich zwei neue Filme: Wie „Tideland“, eine Art Middle-West-Version von „Alice im Wunderland“, ist auch „Brothers Grimm“ ein wildes und ziemlich undiszipliniertes Spiel mit modernen Mythen, wie es für den früheren Gilliam typisch war. Hatte er in „Brazil“ (fd 25074) oder „12 Monkeys“ (fd 31828) mit dem Versuch einer Interpretation der modernen Wirklichkeit zwar mit einer Unmenge an Ideen, nie versiegenden Bildeinfällen und handwerklicher Virtuosität beeindruckt, aber nicht so recht überzeugt, kehrt er nun auf scheinbar sichereres Terrain zurück: zum Geist der anarchischen Monty-Python-Komödien und ihrer Veralberung abendländischen Kulturguts – von der Artus-Sage bis zum Neuen Testament. Die Märchen der Gebrüder Grimm bieten sich dabei nicht nur auf den ersten Blick als dankbares Kinosujet an. Eine unüberschaubare Menge – mehr als 200 verzeichnen die Lexika – mehr oder weniger durchschnittlic

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