Adams Äpfel - Gott ist auf meiner Seite

- | Dänemark 2005 | 95 Minuten

Regie: Anders Thomas Jensen

Ein aus dem Gefängnis entlassener Rechtsradikaler kommt zur Resozialisierung in die Provinzkirche eines Pfarrers, der gegen das Böse in der Welt sowie die Schattenseiten des Lebens blind zu sein scheint. Der wortkarge Neo-Nazi will ihm diese seltsame Mentalität austreiben, wird aber mehr und mehr von ihr gefangen. Mit biblischen Verweisen spielende Fabel voller absurder Überraschungen, realistisch und märchenhaft, heiter und düster zugleich. Die stilistisch eindrucksvolle Reflexion der Theodizeefrage irritiert ebenso wie sie nachhaltig zum Nachdenken anregt, weil sie eindimensionale Weltbilder hinterfragt und für Vielfalt und Menschlichkeit gegen alle Widerstände und Vorurteile plädiert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ADAMS ÆBLER
Produktionsland
Dänemark
Produktionsjahr
2005
Regie
Anders Thomas Jensen
Buch
Anders Thomas Jensen
Kamera
Sebastian Blenkov
Musik
Jeppe Kaas
Schnitt
Anders Villadsen
Darsteller
Ulrich Thomsen (Adam) · Mads Mikkelsen (Ivan) · Paprika Steen (Sarah) · Ole Thestrup (Dr. Kolberg) · Ali Kazim (Khalid)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
EuroVideo (1:2,35/16:9/Dolby Digital 5.1)
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Diskussion
Regisseur Anders Thomas Jensen (geb. 1973, u.a. „Dänische Delikatessen“, fd 36 640) liefert mit dieser ebenso bitterbösen wie tiefgründigen Komödie, die zugleich eine theologisch-philosophisch fundierte Parabel ist, sein bisher bestes Werk ab. Erneut lässt er Gegensätze aufeinander treffen, die in ihrer Unvereinbarkeit für eine gehörige Portion Irritation sorgen. Heiter und düster zugleich geht es in der mit biblischen Verweisen spielenden Fabel zu, realistisch und märchenhaft gibt sich die Inszenierung, bis zum Schluss schwankt die Botschaft zwischen banal und hoch komplex. Die an Karikaturen grenzenden Figuren sind bis ins Detail perfekt ausgearbeitet und überraschen durch ihre Wandlungsfähigkeit, die ihnen mehr Tiefe verleiht, als es das satirisch geerdete, auf politische Unkorrektheit setzende Drehbuch vermuten lässt. Über der Welt, in der sich die Geschichte zuträgt, hängt ein verwunschener Zauber. Sonnendurchflutete Wiesen umgeben das Refugium, mitten drin thront eine Dorfkirche, umgeb

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