Der die Tollkirsche ausgräbt

Drama | Deutschland 2006 | 43 Minuten

Regie: Franka Potente

Hommage an den klassischen Stummfilm, seine Erzählformen und -techniken: Eine junge Frau im Jahr 1918 lehnt sich erst gegen die Heiratspläne ihrer Eltern auf, als sie sich in einen rätselhaften Zeitreisenden aus der Gegenwart verliebt und ihn durch einen magischen Trank zu binden versucht. Eine kurzweilige, eher oberflächliche Fingerübung, die die Stilmittel von stummer (Slapstick-)Komödie und (expressionistischem) Drama spielerisch nachempfindet, ohne der besonderen und innovativen Filmsprache des Stummfilms tatsächlich gerecht zu werden. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Franka Potente
Buch
Franka Potente
Kamera
Frank Griebe
Musik
Matthias Petsche · Enis Rotthoff · Stefan Maria Schneider
Schnitt
Antje Zynga
Darsteller
Emilia Sparagna (Cecile) · Christoph Bach (Punk) · Justus von Dohnanyi (Vater) · Max Urlacher (Alfred) · Teresa Harder (Mutter)
Länge
43 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Drama | Komödie | Stummfilm

Diskussion
Offensichtlich war es eine Geste unter Freunden, als man es der als Regisseurin noch gänzlich unerfahrenen Schauspielerin Franka Potente („Lola rennt“, fd 33 256) ermöglichte, ihren ersten eigenen „langen Kurzfilm“ zu inszenieren. Daraus resultiert dieses filmische Kuriosum, eine Fingerübung in Schwarz-weiß, ganz in der Tradition des klassischen Stummfilms, dessen Stilmittel „naturgetreu“ nachempfunden werden. Stilistisch verortet sich die Etüde dementsprechend zwischen den Polen von (Slapstick-)Komödie und (expressionistischem) Drama. Die Geschichte spielt im Sommer 1918 im feudalen Haus einer kaisertreuen, durch den Krieg verarmten Familie, wo der naive, s

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