Geliebte Jane

- | Großbritannien/Irland/USA 2007 | 120 Minuten

Regie: Julian Jarrold

Die spätere Erfolgsautorin Jane Austen verliebt sich in einen mittellosen Juristen, der am Anfang seiner beruflichen Karriere steht. Dadurch hintertreibt sie die Pläne ihrer Eltern, die für sie die Versorgungsehe mit dem Neffen einer reichen Dame ins Auge gefasst haben. Keine Biografie, sondern ein rein fiktives Melodram, das die literarischen Strukturen der Jane-Austen-Romane auf die Protagonistin Jane Austen überträgt. Daraus resultiert sowohl elegantes Ausstattungskino als auch ein einfühlsames Gesellschaftsporträt, das freilich ohne den ironisch-distanzierten Tonfall der Autorin auskommt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BECOMING JANE
Produktionsland
Großbritannien/Irland/USA
Produktionsjahr
2007
Regie
Julian Jarrold
Buch
Kevin Hood · Sarah Williams
Kamera
Eigil Bryld
Musik
Adrian Johnston
Schnitt
Emma E. Hickox
Darsteller
Anne Hathaway (Jane Austen) · James McAvoy (Tom Lefroy) · Julie Walters (Mrs. Austen) · James Cromwell (Rev Austen) · Maggie Smith (Lady Gresham)
Länge
120 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit im Film so nicht verwendeten Szenen (19 Min.). Die DVD hat wegen des Bonusmaterials eine höhere Freigabe ab 6 Jahren.

Verleih DVD
Concorde (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt., dts dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Das wesentliche Thema der Romane Jane Austens lässt sich mit dem einleitenden Satz aus „Pride and Prejudice“ beschreiben: „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle, der ein beachtliches Vermögen besitzt, zu seinem Glück nur noch einer Frau bedarf.“ Mit ihrer präzisen Beobachtungsgabe schilderte die englische Schriftstellerin die gesellschaftlichen Codes und Geschlechterverhältnisse ihrer Zeit. Im Mittelpunkt stand dabei die Ehe, deren zentrales Prinzip der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss mit dem Begriff „Tausch“ bezeichnet hat – eine Institution, die insbesondere für Frauen angesichts ihrer beschränkten Handlungsmöglichkeiten weniger von romantischen als von ökonomischen Überlegungen bestimmt war. Aber trotz allen Scharfsinns machte Jane Austen ihren Figuren am Ende das Zugeständnis einer Liebesheirat, ganz so, als wolle sie sich den Gesetzen der Zeit widersetzen. Ihr eigenes Leben wirkt im Vergleich zu ihrer Romanwelt wenig schillernd; Spektakuläres such

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