Nue propriété

Drama | Frankreich/Belgien/Luxemburg 2006 | 95 Minuten

Regie: Joachim Lafosse

Eine trügerische Familienidylle kollabiert, als die allein erziehende Mutter ihren erwachsenen Zwillingssöhnen offenbart, sie wolle den großen Hof verkaufen und ein neues Leben beginnen. Während der sensiblere Sohn zögerlich die Partei der Mutter ergreift, wächst sich beim anderen der Widerstand zum handfesten Konflikt aus. Das inszenatorisch streng und sensibel entwickelte Drama rückt seinen hervorragenden Hauptdarstellern mit der Kamera auf den Leib und betrachtet sie aus halbnaher Distanz, mischt sich dabei aber nicht ein, sondern beobachtet höchst genau. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NUE PROPRIÉTÉ
Produktionsland
Frankreich/Belgien/Luxemburg
Produktionsjahr
2006
Regie
Joachim Lafosse
Buch
Joachim Lafosse · François Pirot
Kamera
Hichame Alaouie
Schnitt
Sophie Vercruysse
Darsteller
Isabelle Huppert (Pascale) · Jérémie Renier (Thierry) · Yannick Renier (François) · Kris Cuppens (Jan) · Patrick Descamps (Luc)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Irgendetwas ist schräg, seltsam verschoben in diesem Familienszenario, das wird schon in der ersten Szene sichtbar. Pascale, in neu gekauften Dessous, begutachtet sich im Spiegel; sie wirkt unentschieden. Sie ruft ihren Sohn François. Nun betrachtet auch er sie, während sie weiter an dem Kleid herumzupft, Hintern und Busen betastet. Wenig später kommt sein Zwillingsbruder Thierry dazu, sein Blick ist eine Spur abwertend, er macht sich lustig über ihr Aussehen, das ihn ein wenig an eine Hure erinnert. Er kichert, steckt François mit seinen Albereien an. Die Mutter wird plötzlich zur Randfigur, es ist jetzt eine Sache zwischen den Brüdern, sie raufen sich spaßeshalber, lachen. Wie kleine Kinder, die in großen Körpern st

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