Public Enemies

Gangsterfilm | USA 2009 | 140 Minuten

Regie: Michael Mann

In den 1930er-Jahren halten John Dillinger und seine Bande das von der Wirtschaftskrise geschüttelte Amerika durch Banküberfälle in Atem. Um dieser "Crime Wave" zu begegnen, werden die Kompetenzen des FBI erweitert. Weder an historischer Authentizität noch an Psychogrammen interessiert, dreht sich der Neo-Noir-Thriller besonders um den Strukturwandel im Amerika der 1930er-Jahre. Ein beziehungsreiches Spiel mit filmhistorischen und popkulturellen Versatzstücken, das als spannende Genre-Bricolage bestens unterhält. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PUBLIC ENEMIES
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Michael Mann
Buch
Ronan Bennett · Michael Mann · Ann Biderman
Kamera
Dante Spinotti
Musik
Elliot Goldenthal
Schnitt
Jeffrey Ford · Paul Rubell
Darsteller
Johnny Depp (John Dillinger) · Christian Bale (Melvin Purvis) · Marion Cotillard (Billie Frechette) · Billy Crudup (J. Edgar Hoover) · Stephen Dorff (Homer Van Meter)
Länge
140 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Gangsterfilm

Heimkino

Die Extras der Standard Edition umfassen lediglich einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs. Die Special Edition (2 DVDs) sowie die BD enthalten zudem lediglich die üblichen Promotion Extras.

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HD engl., dts dt.)
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Diskussion
Ein zweiter „Heat“ (fd 26 729) oder „Collateral“ (fd 36 686) ist Michael Manns „Public Enemies“ leider nicht geworden. Eher schon eine Art Remix von „Heat“ in historischen Kostümen, eine Tiefenbohrung, deren Realismus-Effekte durch den stylishen Einsatz der digitalen Kameras und ein offensives Pop-Verständnis konsequent auf Distanz gehalten werden. Hier werden keine historischen Medienbilder „re-enacted“; der Regisseur bezieht auch keine explizite Stellung zum Geschehen, sondern geht gleichfalls auf Distanz: Er spielt lediglich mit Versatzstücken des allzu Bekannten und hat dem vielleicht auch nichts hinzuzufügen. Die Geschichte des Gangsters John Dillinger (und diejenige seiner einschlägigen Kollegen Pretty Boy Floyd, Babyface Nelson, Dutch Schultz & Co.) ist schon mehrfach verfilmt worden und Teil der amerikanischen Popkultur; außerdem sollen einige Gangster-Darstellungen des klassischen Gangsterfilms wie Humphrey Bogarts Performance in „The Petrified Forest“ (1935) bereits durch Dillingers öffentliche Persona inspiriert worden sein. Doch „Public Enemies“ ist nur sehr bedingt eine Hommage an den klassischen Gangsterfilm und dessen New-Hollywood-Revival, noch investierte Michael Mann viel Mühe in ein präzises Psychogramm Dillingers oder dessen Kontrahenten, dem FBI-Fahnder Melvin Purvis. Als Dillinger sei

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