Inglourious Basterds

Abenteuer | Deutschland/USA 2009 | 154 Minuten

Regie: Quentin Tarantino

Ein als „Judenjäger“ gefürchteter SS-Offizier ermordet 1941 in Frankreich eine jüdische Familie. Die einzige Überlebende, eine junge Frau, betreibt drei Jahre später in Paris ein Kino, in dem sie die gesamte NS-Spitze inklusive Hitler vernichten will, die zur Premiere eines Propagandafilms anreist. Das gleiche Ziel verfolgt ein Killerkommando der Alliierten, das mit blutigen Attacken hinter den deutschen Linien für Angst und Panik sorgt. Ein grellbunter Kriegsfilm in fünf Akten, der unter Rückgriff aufs Genrekino die Paradoxien des Historienfilms souverän unterläuft. In der für Quentin Tarantino typischen Mischung aus Autorenkino und B-Movie wird die Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit den Mitteln des Kinos entscheidend umgeschrieben. Virtuosität und burleske Theatralik halten sich beim Versuch, den Zweiten Weltkrieg als popkulturelles Spiegelkabinett zu etablieren, die Waage. (Teils O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
INGLOURIOUS BASTERDS
Produktionsland
Deutschland/USA
Produktionsjahr
2009
Regie
Quentin Tarantino
Buch
Quentin Tarantino
Kamera
Robert Richardson
Schnitt
Sally Menke
Darsteller
Brad Pitt (Lt. Aldo Raine) · Mélanie Laurent (Shosanna Dreyfus) · Christoph Waltz (Col. Hans Landa) · Eli Roth (Sgt. Donny Donowitz) · Michael Fassbender (Lt. Archie Hickox)
Länge
154 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Abenteuer | Historienfilm | Kriegsfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature mit drei so im Film nicht verwendeten Szenen (11 Min.) sowie den kompletten Film "Stolz der Nation" (6 Min.), der als Teil der Handlung im Film nur fragmentarisch zu sehen ist. Die BD enthält zudem ein "Making of" zu "Stolz der Nation" (4 Min.) sowie eine Diskussionsrunde zwischen Quentin Tarantino, Brad Pitt und Elvis Mitchell (31 Min.). Die Mehrsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch) des Films bleibt nur bei angewählter englischer Tonspur gewahrt. Die deutsche Tonspur nivelliert, wie auch schon in der Kinofassung, diese Qualität des Films.

Verleih DVD
Universal & Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universal (16:9, 2.35:1, dts-HD engl., dts dt.) Arthaus/StudioCanal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts-HD dt.)
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Diskussion
Eingangs heißt es: „Once upon a time in nazi-occupied France.“ Ein Märchen also, in dem die Handlung einerseits grundsätzlich fantastisch ist, andererseits ans Unbewusste des Publikums rührt und insofern eine „höhere Wahrheit“ erzählt. Die Einleitung verweist zugleich auf das Genre, das den stilistischen Hintergrund der ersten beiden Kapitel bildet. In fünf Akten, die jeweils durch eine kurze Schwarzblende und Zwischenüberschrift markiert sind, hat Quentin Tarantino seine „Inglourious Basterds“ [sic!] unterteilt. Das erinnert an die epische Erzählweise des Romans, mehr aber noch an die Struktur des klassischen Dramas. Tatsächlich bildet auch hier der fünfte Akt den Punkt, an dem die Erzählstränge zusammengeführt werden. Jeder der Akte beginnt mit einer kurzen Ouvertüre, die sozusagen den kinematografischen Erzählton anschlägt und aufs Folgende vorausweist. „Inglourious Basterds“ spielt während des Zweiten Weltkriegs zwischen 1941 und 1944. Doch er ist weder der Kriegsfilm, als der er vermarktet wird, noch das Remake jenes italienischen B-Movies „The Inglorious Bastards“ („Ein Haufen verwegener Hunde“, fd 21 024) von Enzo G. Castellari aus dem Jahr 1978, als der er angekündigt wurde. Von ihm hat sich Tarantino nur den Titel geborgt – und eine seiner vielen Ausgangsideen: Ein alliiertes Killerkommando, die titelgebenden „Basterds“, macht hinter den Linien der Wehrmacht Jagd auf Nazis. Dieses Treiben wird aber nur lose umrissen. Die beiden anderen Erzählstränge sind die Geschichte des SS-Obersts Landa, eines b

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