Günter Wallraff - Schwarz auf Weiß

Dokumentarfilm | Deutschland 2009 | 85 Minuten

Regie: Pagonis Pagonakis

Der in den 1970er-Jahren als Enthüllungsjournalist berühmt gewordene Günter Wallraff macht sich als geschminkter und kostümierter Somalier namens Kwami Ogonno auf, um rassistische Tendenzen in Deutschland bloßzulegen. Seine mit versteckter Kamera dokumentierten Widerfahrnisse fügen sich zu einer Nummernrevue, die wenig geeignet ist, repräsentative Aussagen über alltäglichen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zu machen. Zudem wirkt Wallraffs karikaturhafte Verkleidung selbst leicht rassistisch und weckt Zweifel an der Authentizität der Reaktionen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2009
Regie
Pagonis Pagonakis · Susanne Jäger
Buch
Pagonis Pagonakis · Susanne Jäger
Kamera
Frederik Walker · Ralf M. Mendle
Musik
Michael Emanuel Bauer · Georg Karger · Peter Holzapfel
Schnitt
Anika Simon
Länge
85 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Diskussion
Er ist der deutsche Enthüllungsjournalist. In „Schwarz auf Weiss“ geht er dorthin, wo Deutschland am deutschesten ist: In Eckkneipen und Kleingartenvereine, auf Volksfeste und Fußballspiele. Günter Wallraff lässt sich die Hände und das Gesicht schwarz besprühen; dieses „Making of“, die Verwandlung von Wallraff in den Somalier Kwami Ogonno, ist Teil des Films. Die Aufenthalte in der Maske strukturieren die lose Abfolge von Konfrontationen; während dieser Sitzungen analysiert der Journalist das Geschehen. „Afrika den Affen, Europa für Weiße!“, schallt es der versteckten Kamera zu Beginn des Films entgegen: Ein Kahlrasierter und Gleichgesinnte wollen Kwami nicht in die Disco lassen. Die Parole gibt den Grundtenor des Films vor. Wenn auch nicht immer so deutlich, stößt Wallraff in sei

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